Sara hat eine Patin gefunden. Vielen Dank dafür!
31. März 2026
Sechs Jahre Tierheim. Sechs Jahre Warten. Wenn wir Updates über Hunde schreiben, die so lange auf ihre Chance hoffen, bricht uns das unser Herz – und Saras Geschichte geht uns dabei ganz besonders nah.
Leider steht Sara noch nicht zur Vermittlung, da sie zum jetzigen Zeitpunkt immer noch zu ängstlich gegenüber Menschen ist. Warum das so ist und dass wir sie natürlich trotzdem nicht aufgeben möchten, lesen Sie hier:
Unsere sanfte Sara hat nie erfahren dürfen, wie sich ein unbeschwertes Hundeleben anfühlt. Schon bevor sie überhaupt im Tierheim ankam, war ihr Leben von Angst geprägt. In dem Dorf, aus dem sie stammt, wurde sie nicht nur abgewiesen. Sie wurde aktiv misshandelt. Immer wieder schlugen Menschen auf sie ein, bis schließlich sogar damit gedroht wurde, sie zu erschießen. Nur durch das Eingreifen tierlieber Menschen konnte sie gerettet und ins Tierheim gebracht werden. Seit dem Sommer 2020 lebt sie nun in Sicherheit, doch die Spuren ihrer Vergangenheit sitzen tief.
Als Sara damals ankam, ließ sie keinerlei Kontakt zu Menschen zu. Jede Annäherung bedeutete für sie puren Stress. Und auch heute noch fällt es ihr schwer, uns zu vertrauen. Sie kommt nicht freudestrahlend auf uns zugelaufen, wenn wir den Auslauf betreten, im Gegenteil: Oft zieht sie sich zurück, hält Abstand, lässt sich weder einfangen noch streicheln. Vermutlich hat sie in ihrem ganzen Leben noch nie eine liebevolle Berührung erfahren. Allein dieser Gedanke macht uns unendlich traurig.
Und trotzdem: Sara hat sich verändert. Ganz leise, in ihrem eigenen Tempo, hat sie kleine, aber bedeutende Fortschritte gemacht. Sie lebt in einem Auslauf in der Nähe des Gebäudes, bekommt viel vom Alltag mit und beobachtet die Menschen aus sicherer Entfernung. Dort ist sie Teil einer freundlichen Hundegruppe, in der sie sich gut integriert hat. Besonders schön ist zu sehen, wie sie mit der Zeit immer mehr mit den anderen Hunden spielt: unbeschwert, fröhlich, fast so, als würde sie für einen Moment alles vergessen, was sie erlebt hat.
Auch uns Menschen nähert sie sich inzwischen ganz vorsichtig und mischt sich unter die Hundegruppe, die sich neugierig um uns versammelt, wenn wir den Auslauf betreten. Geschützt durch die Gruppe kommt sie näher, schnuppert und zeigt dabei ihre vorsichtige Neugier. Man spürt, dass sie eigentlich dazugehören möchte. Dass da in ihr ein Wunsch schlummert, Vertrauen zu fassen. Nur der Mut fehlt ihr einfach noch und sie lässt sich immer noch nicht anfassen.
Was uns dabei immer wieder tief beeindruckt: Trotz allem, was Sara erlebt hat, ist sie niemals einem von uns oder den Mitarbeitern gegenüber aggressiv geworden. Kein Knurren, kein Schnappen, kein nach vorne gehen, nicht ein einziges Mal. Wenn ihr etwas unheimlich ist, zieht sie sich zurück. Ihre vorsichtige und sanfte Art machen sie zu einer ganz besonderen Hündin.
Wir wissen, dass Saras Weg vermutlich noch lang ist. Dass sie Zeit brauchen wird. Geduld. Verständnis. Menschen mit Erfahrung, die nichts von ihr erwarten, sondern ihr die Möglichkeit geben, in ihrem eigenen Tempo anzukommen. Noch ist sie nicht bereit für die große Reise – aber wer weiß, was die Zukunft bringt? Vielleicht platzt der Knoten schneller als wir jetzt denken.
Denn wir haben es schon so oft in unserem Tierheim in Bulgarien erlebt: Hunde, die genauso ängstlich und zurückhaltend waren wie Sara, haben plötzlich einen Schritt nach vorne gemacht. Haben Vertrauen gefasst und sich geöffnet. Haben ihre Chance bekommen und führen heute ein glückliches Leben. Genau das wünschen wir uns auch für Sara und zwar von ganzem Herzen!
Bis dahin ist sie im Tierheim in Sicherheit. Sie wird versorgt, bekommt regelmäßig Futter, medizinische Betreuung und alles, was sie braucht. Aber das ersetzt kein Zuhause. Kein eigenes Körbchen. Keine Bezugsperson, die ihr zeigt, dass die Welt auch freundlich und liebevoll sein kann. Eines steht fest: wir geben die Hoffnung nicht auf. Und Sara erst recht nicht!
Vielleicht kommt ja der Moment, in dem sie all ihren Mut zusammennimmt. Vielleicht ist es schon dieser Sommer? Da wir regelmäßig vor Ort sind, berichten wir natürlich sehr gerne sofort davon!
28. Juni 2025
18. Juni 2025
19. Februar 2025
17. Februar 2025
12. Februar 2025
14. - 16. September 2024
4. - 13. Juni 2024
21. März 2024
24. Dezember 2023
Sara lebt nun schon über drei Jahre (seit Sommer 2020) im Tierheim in Schumen, sie ließ anfangs aber auch überhaupt keinen Kontakt mit uns Menschen zu. Nun mag man sich fragen, warum wir solche ängstlichen Hunde im Tierheim behalten. Normalerweise tun wir dies nicht und lassen die Hunde nach der Kastration wieder an der Stelle frei, an der sie eingefangen wurden. Saras Fall liegt anders.
Sie kommt aus einem Dorf, in dem die Menschen sie nicht nur abgelehnt, sondern aktiv traktiert haben. Sie wurde immer wieder geschlagen und eines Tages folgte die Drohung, sie zu erschießen. Zum Glück wurde das Tierheim von tierlieben Menschen verständigt und Sara konnte gerettet werden.
In diesen drei Jahren hat Sara ein paar Fortschritte gemacht. Sie lebt in dem Auslauf, der am nächsten am Gebäude liegt, d.h. sie bekommt viel mit und kann die Mitarbeiter immer beobachten. Es ist zudem ein Auslauf, in dem immer freundliche, manchmal etwas schwächere Hunde leben. Sara hat sich gut integriert und es ist schön zu beobachten, wie sie immer wieder mit anderen Hunden spielt.
Obwohl sie mit Menschen so schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist sie noch nie, in keiner Situation nach vorne gegangen. Sie zieht sich lieber ganz schnell zurück, wenn es ihr unheimlich wird. Wir sind immer wieder überrascht, wie Hunde trotz ehemaliger Misshandlungen reagieren und dass sie eher in die Defensive gehen als nach vorne. Inzwischen traut Sara sich immerhin schon bis zu uns vor, wenn wir in den Auslauf kommen. Sie mischt sich in die Hundegruppe ein, die nah vor uns steht und schnuppert.
Wir hoffen natürlich, dass sie sich weiter entwickelt und vielleicht doch irgendwann die Chance auf ein Zuhause bekommt… In der Zwischenzeit ist sie aber im Tierheim sicher, bekommt regelmäßig Futter und Parasitenprophylaxe sowie ihre jährlichen Impfungen. Sollte sie einmal krank werden, wird sie wie alle anderen auch behandelt.
Die sanfte Hündin ist gechipt, geimpft und kastriert. Für die Ausreise noch nicht ganz bereit, aber wer weiß, was 2024 passiert… :- )
21. - 25. September 2023
10. - 17. Juli 2023
21. - 23. März 2023
5. - 6. Oktober 2022
14. Mai 2022
17. Februar - 4. März 2022
5. September 2021
26. April 2021
28. März 2021
24. März 2021
23. März 2021
25. Februar 2021
Die arme Sara hat schon viel Schlimmes erlebt, bevor sie im Sommer 2020 ins Tierheim in Schumen kam. Das merkt man ihr auch deutlich an, denn sie hat große Angst vor Menschen. Vor zwei Wochen wollte unsere Tierheimleiterin sie das erste Mal an Halsband und Leine mit nach draußen nehmen, um ein paar Schritte mit ihr zu gehen. Das war zu viel für Sara, sie schrie vor Angst und aus Panik. Also gab Zlatina ihr Vorhaben auf, denn wenn die Angst noch so stark ist, würde man die sanfte Hündin vollkommen überfordern.
Nun kann man sich fragen, warum wir überhaupt einen so ängstlichen Hund im Tierheim behalten, der aufgrund seiner Angst und Scheu vor Menschen nicht zur Vermittlung steht. Unser Grundsatz ist, dass wir keine Hunde dauerhaft einsperren, sondern das Tierheim immer nur ein vorübergehender Aufenthaltsort für einen Hund oder eine Katze sein darf und am „Ende“ des Aufenthalts ein gutes und passendes Zuhause stehen soll. Aus diesem Grund werden alle ängstlichen Hunde, die keinen Kontakt zu Menschen möchten und gesund und stark genug sind, nach der Kastration konsequent wieder an ihre Plätze zurückgebracht. Im Falle von Sara ging dies leider nicht.
Sara kommt aus einem Dorf, in dem ihr Leben bedroht war. Menschen dort haben sie geschlagen und haben damit gedroht, sie zu erschießen: einen Hund, der keinem etwas zuleide getan hat, denn Sara geht sofort in die Defensive und zieht sich zurück, wenn man sich ihr nur nähert. Besorgte Bürger riefen nach diesen Drohungen gegen Sara im Tierheim an und baten unsere Mitarbeiter, Sara aufzunehmen und ihr damit das Leben zu retten… So kam Sara ins Tierheim in Schumen.
Sie ist eine durchweg liebe und sanfte Hündin und unsere Mitarbeiter werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit Sara arbeiten, dass sie vielleicht doch noch Vertrauen aufbauen kann und die Möglichkeit auf eine Vermittlung hat. Im Moment sitzt die Angst in ihr einfach noch zu tief.
Mit ihren Artgenossen hat Sara überhaupt keine Probleme, verhält sich hier auch eher ruhig und zurückgezogen. Auch, wenn ein Tierheim nie ein schöner Ort ist, so ist Sara dort sicher. Sie wurde kastriert, gechipt und geimpft. Und aufgrund unserer Erfahrung haben wir „Grund zur Hoffnung“, dass Sara sich irgendwann entwickeln und die Chance auf liebe Menschen und ein Zuhause haben wird!
23. September 2020
11. Juli 2020
10. Juli 2020