Jill hat eine Patin gefunden. Vielen Dank dafür!
17. August 2025
Jill ist wieder einer dieser wunderbaren Hunde, die von klein auf im Tierheim sitzen – und das Herz bricht uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir davon erzählen müssen. Seit sie als Welpe ins Tierheim kam, sind inzwischen über zwei Jahre vergangen, und immer noch wartet sie auf ihre Menschen. Dabei bringt Jill so viele liebenswerte Eigenschaften mit, die man sich nur wünschen kann: Sie ist freundlich, sanft, sehr sozial und lieb. Sie ist kein Hund, der sich in den Vordergrund drängt – vielmehr steht sie in der zweiten Reihe und wartet geduldig, bis sie an der Reihe ist. Doch wenn sie merkt, dass sie Vertrauen haben kann, öffnet sie sich auf eine so rührende Weise, dass man sie einfach ins Herz schließen muss.
Ihre Geschichte beginnt im Januar 2023 – mitten im kalten bulgarischen Winter, einer denkbar schweren Zeit für einen Welpen. Irgendwo in der Nähe von Schumen erblickte sie das Licht der Welt. Gemeinsam mit ihrer Schwester Jule kam sie schon früh ins Tierheim. Jill war sehr gut in ihre Gruppe integriert und mit anderen Hunden hervorragend sozialisiert. Jule wurde recht bald vermittelt, Jill wartet noch heute im Tierheim.
Jill ist eine eher ruhige Hündin, die neue Situationen erst einmal vorsichtig betrachtet. Sie springt niemandem stürmisch entgegen, sondern nähert sich behutsam, wenn sie jemanden kennt. Manchmal legt sie sich dann sogar auf den Rücken und zeigt ihr kleines Bäuchlein – ein vorsichtiges Zeichen ihres Vertrauens.
In den ersten Monaten war Jill sehr schüchtern, doch inzwischen hat sie einen spürbaren Schritt nach vorn gemacht. Sie mag Menschen, genießt es gestreichelt zu werden, und strahlt dabei eine angenehme Ruhe aus.
Negatives können wir über sie einfach nicht sagen – und wer sie persönlich kennenlernen würde, wüsste sofort, was wir meinen. Mit ihren dunkel umrahmten Augen und dem kleinen, charakteristischen „Bärtchen“ ist sie zudem eine echte Schönheit, die in der Gruppe trotzdem oft etwas untergeht. Ihre Kommunikation mit anderen Hunden ist genauso sanftmütig wie gegenüber Menschen; sie geht Konflikten eher aus dem Weg.
Draußen an der Leine zeigt sich Jill für ihre Verhältnisse schon recht mutig, wenn auch noch im „Stop-and-go“-Modus. Sie erkundet vorsichtig, bleibt aber interessiert und neugierig. Ihre Rute steht hoch, wedelt fröhlich und ist ständig in Bewegung – alles draußen ist ein kleines Abenteuer. Jeder Geruch wird eingesogen: das Gras, die Straße, selbst der Wind scheint für sie Geschichten zu erzählen. Leider sind diese Spaziergänge mit über 300 Hunden im Tierheim sehr selten, und oft nur wenige Minuten lang. Wir können uns lebhaft vorstellen, wie sehr Jill sich freuen würde, wenn sie dies jeden Tag erleben dürfte – ihre Lebensfreude würde vermutlich überschäumen.
Natürlich muss Jill noch vieles lernen: Geräusche im Haushalt, Straßenverkehr, klingelnde Fahrräder, lärmende Kinder, scheppernde Mülltonnen oder Pferde – all das kennt sie bisher nicht und wird sie anfangs verunsichern. Sie sollte Schritt für Schritt, behutsam und mit Geduld an ihr neues Leben herangeführt werden. Dabei könnte ihr ein souveräner Ersthund helfen, an dem sie sich orientieren kann, auch wenn dies kein Muss ist. Ein Zuhause in einer ruhigen, ländlichen Umgebung wäre für sie ideal; eine Großstadt mit all ihren Reizen und dem ständigen Lärm würde sie überfordern. Kleine Kinder sollten besser nicht im Haushalt leben, um ihr einen sanften Start zu ermöglichen.
Jill ist gechipt, geimpft, kastriert und bereit für das große Abenteuer „schönes Hundeleben“. Jeder Tag, den sie noch im Tierheim verbringen muss, ist ein Tag, an dem sie nicht bei ihrer Familie sein kann. Warten Sie also nicht zu lange – vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, Jill zu entdecken.
Wenn Sie ein schönes Zuhause für unsere hübsche Jill haben, füllen Sie bitte unser Bewerbungsformular aus.
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Unsere noch schüchterne Jill, die geschätzt im kalten Januar 2023 irgendwo um Schumen herum das Licht der Welt erblickte, kam mit ihrer Schwester Jule ins Tierheim in Schumen. Im Griechischen leitet man den Namen Jill von altgriechisch „íoulos/ἴουλος“ ab, was „der Bartflaum“ oder „die Getreidegarbe“ bedeutet. Vergessen Sie die „Getreidegarbe“, aber Bartflaum passt.
Jill war von Anfang an etwas größer und stärker als ihre Schwester, weshalb sie in unterschiedlichen Welpengruppen untergebracht sind. Beide sind aber bestens jede in ihre Welpengruppe integriert und sehr gut sozialisiert.
Sie war von Beginn an offen und lieb im Umgang mit uns Menschen, aber eine gewisse Zurückhaltung blieb trotz allem. Jill wird sich in einem Zuhause, Geduld und Zeit vorausgesetzt, bestimmt rasch öffnen und Fortschritte machen.
Jill sollte behutsam an ein Leben in einem Haus herangeführt und an Außenreize gewöhnt werden. Es gibt viel zu lernen. Haushaltsgeräusche können anfangs unheimlich sein, Straßenverkehr auch. Scheppernde Mülltonnen, vorbeisausende Fahrräder, Jogger oder Nordic-Walker mit Stöcken, lärmende Kinder oder Pferde, um nur einige Beispiele zu nennen, können eine Herausforderung sein. An all das wird sie sich mit der Zeit gewöhnen. Man sollte ihr auf jeden Fall die Zeit dafür geben, die sie benötigt.
Beim ersten Versuch, mit ihr vor dem Tierheim mal auf und ab zu laufen, war Jill noch völlig überfordert. Wir lassen den Hunden aber auch da die Zeit und drängen sie zu nichts. Sie können sitzenbleiben und alles auf sich wirken lassen. Genau das tat Jill. Beim zweiten Versuch klappt es dann in der Regel schon besser. Es ist für viele Hunde eine Herausforderung, ihren kleinen sicheren Bereich, sprich Auslauf, zu verlassen und sich dann mit Halsband und Leine vor dem Tierheim wiederzufinden. Es gibt einige, die dieses Verhaltensmuster zeigen. Und das ist auch gut so. Wir erzwingen nichts.
Wir wünschen uns für Jill eine eher ländliche Umgebung. Im Zentrum einer Großstadt sehen wir sie nicht. Damit wäre sie absolut überfordert, auch wenn man noch so viel Zeit und Geduld aufbringen möchte.
Jill ist gechipt, geimpft und wird vor ihrer Ausreise noch kastriert. Wir hoffen, dass unser hübsches "Bärtchen" bald entdeckt wird.
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