Lira (weibl., geb. Ende Februar 2021) - durfte mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern im Schutz des Tierheims aufwachsen

 

5. Februar 2023

 

Im Dezember war Lira 12 Monate bei uns, was wir natürlich groß gefeiert haben. Da im ersten Jahr so viel passiert ist, wollen wir etwas ausführlicher darüber berichten.

 

Lira kam im Alter von 10 Monaten zu uns und kannte bis dahin nur das Tierheim in Schumen. Nun lebt sie in einem Mehrfamilienhaus in einem ruhigen Wohngebiet. Direkt hinter dem Haus liegt ein Naherholungsgebiet mit Grünflächen und einer Flussaue, das zu ausgedehnten Gassigängen einlädt. Das klingt erstmal nach tollen Voraussetzungen für einen „normalen“ Hund. Für Lira fühlte sich das alles aber an wie Berlin-Mitte. Sie war in der Anfangszeit einfach nur überfordert mit der neuen Umgebung und hatte vor allem riesige Angst. Draußen war sie komplett „steif“ und schaffte es manchmal nicht einmal, ihr Geschäft zu verrichten.

 

Auch in der Wohnung hat Lira in den ersten Monaten sehr viel gebellt, war extrem unruhig und hat viel zu wenig geschlafen. Wenn jemand im Hausflur zu hören war, stand sie schon wieder knurrend im Zimmer. Ständig hat sie Tisch- und Stuhlbeine bearbeitet, auch wenn wir ihr etwas zum Knabbern angeboten hatten. Jeden Abend vor dem Schlafen (Lira schläft bei uns im Schlafzimmer) hat sie ihren Zwingerkoller ausgelebt und wie wild auf dem Teppich gescharrt – manchmal bis zu 2 Stunden. Zum Abschluss hat sie dann nochmal kurz Pipi auf den Teppich gemacht.

In den ersten Monaten war Lira wirklich ein 24-Stunden-Job, der für uns nur deshalb leistbar war, weil wir flexibel im Home-Office arbeiten können, so dass jederzeit Hundebetreuung gewährleistet war.

 

In Absprache mit unserer Hundetrainerin haben wir Lira eine sensorische Diät verordnet: Auf ein Minimum reduzierte, kurze Gassirunden zu absoluten Randzeiten, wir haben Schlaf- und auch Angst-Tagebuch geführt.

Die Wohnung hatten wir in der Anfangsphase mit Maler-Vlies ausgelegt, so dass Lira bei Bedarf ihr Geschäft verrichten konnte. Bis zur Stubenreinheit hatte es noch einige Zeit gedauert. Sehr geholfen haben uns feste Routinen und Rituale, die Lira viel Sicherheit gegeben haben – vor dem zu Bett gehen haben wir z. B. Ruhedeckentraining eingeführt (und machen es auch heute noch).

 

Eine für uns wichtige Erkenntnis war, Liras Ängste immer ernst zu nehmen und eben nicht zu glauben, ‚da muss sie jetzt durch‘. Wir haben sehr viel gelesen zu ängstlichen Hunden. Das Buch „Leben will gelernt sein – so helfen Sie Ihrem Hund, Versäumtes wett zu machen“ hat uns, neben unserer wunderbaren Hundetrainerin, sehr geholfen, die Welt aus Liras Sicht zu sehen und sie dabei zu unterstützen, aus der Geisterbahn einen Abenteuerspielplatz zu machen.

 

Bis Lira zu uns kam, waren wir passionierte Radfahrer. Für Lira haben wir dann aber sehr schnell einen Gebrauchtwagen angeschafft, um mit ihr in Feldern und Wäldern, fernab aller Zivilisationsreize, ausgedehnte Spaziergänge machen zu können. Aber auch das Autofahren war anfangs schwierig, Lira mochte es nicht, hatte auch davor große Angst. Auf dem Rückweg hat sie sich meist schon 300 Meter vorm Auto ins Gras geworfen und wollte nicht weiter.

Das erste Training mit unserer Hundetrainerin war nach der sensorischen Diät im Juni 2022.

Als wir das erste Mal mit ganz viel Abstand Hundebegegnung trainiert hatten, war Lira bereits nach 5 Minuten komplett fertig, wir mussten abbrechen.

 

Oft hatte ich Zweifel, ob Lira jemals richtig bei uns ankommt. Doch Flo hat immer gesagt, dass Lira einfach Zeit braucht. Und irgendwann im Spätsommer veränderte sich Lira tatsächlich. Sie wurde ruhiger in der Wohnung, schlief viel und tief.

Unser Ruhedeckentraining vorm Schlafengehen zeigte Erfolg und Lira legte ihren Zwingerkoller ab. Beim Gassigehen im Wohnort trug sie plötzlich ihre Rute oben und erkundete neugierig ihre Umgebung.

 

Heute flippt sie auch bei Hundebegegnungen nicht mehr aus und lässt sich schnell auf die Distanz bringen, die sie braucht. Auch das verhasste Autofahren ist mittlerweile eine entspannte Kuschelfahrt mit Flo geworden. Mit der Rampe klettert sie seit Kurzem sogar selbstständig auf die Auto-Rückbank. In der vergangenen Woche ist uns aufgefallen, dass Lira auch draußen sehr oft freudig mit dem Schwanz wedelt – schon wieder eine Veränderung.

 

Es macht Flo und mir große Freude, die Entwicklung von Lira zu beobachten.

Geschmust und gespielt hat sie von Anfang an gerne, aber jetzt kann sie gar nicht genug davon bekommen. Sie trainiert gerne, hört auf wichtige Kommandos und liebt lange Spaziergänge in der Natur. Jeden Tag wird sie selbstbewusster und lustiger. Wir wünschen uns, dass sie noch etwas entspannter bei Hunden wird und vielleicht irgendwann mal die Nähe von anderen Menschen zulässt. Wir werden es sehen und natürlich berichten. Und auch wenn Lira sicher kein einfacher Hund ist: Wir sind super happy mit der kleinen Maus und können uns ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Es macht uns glücklich zu sehen, wo sie heute steht, und dass es für sie immer weniger Geisterbahn- und immer mehr Abenteuerspielplatz-Momente gibt.

 

 

21. August 2022

 

Guten Abend, Lira ist zu uns beiden ein super lieber, süßer Hund.

In der Wohnung fühlt sie sich wohl, wir spielen viel und machen täglich Training.

 

Gegenüber anderen Hunden und fremden Menschen ist sie weiterhin ängstlich. Wir trainieren das aber mit einer guten Hundetrainerin.

Wir fahren oft mit dem Auto raus, wo nicht viel los ist und lassen dort die Seele baumeln.

 

Lira wird noch Zeit brauchen, aber wir sehen ihre Fortschritte und freuen uns darüber!

 

 

23. April 2022

 

Liebe Lisa,

 

schön, von dir zu hören. Anbei mal wieder ein Update.

 

Lira macht weiterhin Fortschritte in ihrem eigenen Tempo. Zu uns beiden ist sie der süßeste und liebste Hund, den man sich vorstellen kann. Sie liebt es, von uns gestreichelt zu werden, trainiert gerne und möchte überall ihre Schnauze reinstecken. In der Wohnung fühlt sie sich pudelwohl.

 

Wir haben aber schnell gemerkt, dass Besuche, Kontakt zu fremden Menschen sowie längere Spaziergänge noch immer viel zu viel für sie sind. Dazu hatten wir uns auch von der Trainerin Wibke Hagemann beraten lassen, die sich sehr gut mit ängstlichen Hunden auskennt.

Für mehrere Wochen haben wir nun die Umgebungsreize für Lira reduziert.

Das heißt, wir haben drei kurze Gassigänge am Tag gemacht und dafür dann in der Wohnung Tricktraining, Schnüffel- und Intelligenzspiele, um Lira auszulasten. Das hat ihr offensichtlich gutgetan, denn mittlerweile wirkt sie insgesamt viel entspannter, geht gerne raus und erkundet neugierig ihre Umgebung. Am Wochenende machen wir nun auch schon wieder längere Spaziergänge mit ihr.

 

Ein größeres Problem ist, dass Lira Angst vor Artgenossen hat. Dabei ist es egal, wie andere Hunde aussehen, wie groß sie sind und welches Geschlecht sie haben – Lira will jeden Hund schon von Weitem verbellen. Dieses Problem wollen wir nun mit einer Trainerin aus Göttingen angehen, die schon viel Erfahrung mit Tierschutz-Hunden hat. Wir sind guter Hoffnung, dass wir drei das mit dem richtigen Training ohne Überforderung und natürlich mit ausreichend Zeit wuppen werden.

 

 

9. Januar 2022

 

Hi Lisa, schön von dir zu hören! Silvester war bei uns zum Glück sehr ruhig und Lira hat nicht viel mitbekommen.

Mit uns in der Wohnung ist Lira sehr schnell warm geworden. Wir konnten gleich mit ihr spielen und stundenlang schmusen.

Die erste Zeit war Lira allerdings draußen sehr ängstlich, wir mussten sie in den Garten tragen, dort hat sie sich hingelegt und nicht mehr bewegt. Erst am 2. Weihnachtsfeiertag ist sie das erste mal im Garten herumgelaufen. Seitdem macht sie tolle Fortschritte: Sie macht seit diesem Wochenende längere Spaziergänge mit uns und reagiert schon viel lockerer auf Radfahrer, Fußgänger und sonstige Umweltreize.

 

Wir wollen uns bald mit der Hundetrainerin treffen und hoffen einfach, dass Lira sich so wie jetzt weiterentwickelt.

 

Wir sind auf jeden Fall sehr glücklich mit Lira, sie ist super lieb und klug und lustig. Wir wollen sie nicht mehr missen. :- )

 

 

 

 

 

17. Dezember 2021

 

Lira, eine der ängstlicheren der fünf Geschwister, wurde entdeckt und durfte das Tierheim heute für immer verlassen. Sie wurde dort geboren und musste ihre ersten zehn Lebensmonate dort verbringen, aber diese Zeit gehört nun der Vergangenheit an.

 

 

8. November 2021

 

So hübsch unsere Lira ist, so ängstlich ist sie auch noch. Gäbe es eine Tarnkappe, würde sie sich diese am liebsten überstülpen.

 

Mutter Lotti kam am 22. Februar hochtragend ins Tierheim in Schumen. Wenige Tage später kamen acht Welpen auf die Welt, von denen es immerhin fünf geschafft haben: die drei Töchter Lana, Luny, Lira sowie zwei Söhne Levi und Léan! Die Jungs hatten schon großes Glück und wurden gemeinsam vermittelt, die Mädels warten noch darauf.

 

Die ersten sechs Wochen musste die kleine Familie in der Quarantäne verbringen, da es draußen besonders nachts noch zu kalt wurde. Anfang April war es endlich so weit, die Hundefamilie durfte in einen Auslauf für sich alleine ziehen. Und das war spannend für die Kleinen, denn da gab es jede Menge zu erschnüffeln und plötzlich konnte man durch den ganzen Auslauf tollen!

Sie durften mit ihrer Mutter im Schutz des Tierheimes aufwachsen, haben dadurch aber nichts außerhalb ihrer kleinen Hundewelt kennenlernen können. Lira ist mit ihren knapp 44 cm die ängstlichste der Schwestern.

 

Obwohl Lira uns und die Mitarbeiter inzwischen kennt, verdrückt sie sich sofort in die hinterste Reihe oder legt sich ganz flach hin und macht sich klein, wenn wir uns nähern. Zum Impfen und auch zum Spaziergang mussten wir sie fangen. Sie lässt dann aber alles mit sich machen und ergibt sich in ihr Schicksal.

 

Der erste Spaziergang hat sie total überfordert. Halsband und Leine fand sie unheimlich und auch die Umgebung vor dem Tierheim wollte sie partout nicht erkunden. Auch da machte sie sich unsichtbar und klein. Es bedarf noch einiger Übung und vor allen Dingen viel Zeit und Einfühlungsvermögen, um Lira aus ihrem Schneckenhäuschen zu locken. Wie bei allen schüchternen Kandidaten sind wir jedoch sehr optimistisch, dass Lira sich bei einer geduldigen Familie zu einem selbstbewussten und lebensfrohen Hund entwickelt.

 

Zu Liras Unterstützung darf gerne ein souveräner Ersthund in der neuen Familie leben, der ihr bei ihren Erkundungstouren die nötige Sicherheit vermittelt. Das jedoch ist der zweite Schritt. Der erste sollte sein, anfangs nicht viel zu zu erwarten und Stück für Stück eine Bindung und Vertrauen aufzubauen.

Potential, sich zu öffnen, ist vorhanden. Ihre Schwester Lana hat von uns freudig die Leberwurstpaste genommen und verspeist. Als Lira merkte, dass ihrer Schwester gar nichts Schlimmes passierte, hat sie auch davon probiert.

 

Wir wünschen uns für Lira einen ruhigen Haushalt ohne Kinder, bevorzugt im ländlichen Umfeld. Schüchterne Hunde wie Lira kommen in der Regel auch gut mit Katzen aus.

 

Sie ist gechipt, geimpft, kastriert. Wer hat Spaß daran, aus ihr einen fröhlichen jungen Hund zu machen?

 

 

10. September 2021

 

 

28. August 2021

 

 

27. August 2021

 

 

26. August 2021

 

 

25. Juni 2021

 

 

9. Juni 2021

 

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen eine ganze Hundefamilie vor: Mutter Lotti kam am 22. Februar hochtragend ins Tierheim in Schumen. Wenige Tage später kamen acht Welpen auf die Welt, von denen es immerhin fünf geschafft haben: drei Töchter Lana, Luny, Lira sowie zwei Söhne Levi und Léan!

 

Die ersten sechs Wochen musste die kleine Familie in der Quarantäne verbringen, da es draußen besonders nachts noch zu kalt wurde. Anfang April war es endlich so weit, die Hundefamilie durfte in einen Auslauf für sich alleine ziehen. Und das war spannend für die Kleinen, denn da gab es jede Menge zu erschnüffeln und plötzlich konnte man durch den ganzen Auslauf tollen!

 

Mit diesem Umzug begann Lotti auch sich immer mehr vor ihren Kindern zurückzuziehen und sie zu entwöhnen. Sie ließ die Kleinen noch Milch trinken, aber den größten Teil des Tages wollte sie ihre Ruhe haben.

 

Das aufgeschlossenste und frechste der Geschwister ist die kleine Luny, die immer ankam und mir in die Schuhe und Hose gebissen hat, was sie sehr spannend fand. Lana kam auch immer auf mich zu. Léan benötigt ein wenig Zeit, aber wenn er erst einmal Vetrauen gefasst hat, kommt er auch auf den Menschen zu. Lira und Levi brauchen ein wenig länger, aber auch sie lassen sich ohne weiteres anfassen und streicheln.

 

Besonders gefreut haben die fünf sich, wenn es Futter gab, dann sind sie wie die „Wilden“ auf den Napf losgestürmt und hingen darüber. Es ist schön zu sehen, wenn Welpen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern aufwachsen können, was in Bulgarien leider nicht sehr häufig geschieht. Die meisten Welpen kommen ohne Mutter, viele ganz alleine ins Tierheim.

 

Die Kleinen sind gechipt und haben ihre Impfungen schon erhalten. Sobald sie alt genug sind, werden sie auch kastriert.

 

 

31. Mai 2021

 

Lana

 

Léan

 

Levi

Luny

 

Lira


 

5. Mai 2021

 

 

4. Mai 2021

 

 

29. April 2021

 

 

15. April 2021

 

 

13. April 2021

 

 

10. April 2021

 

 

6. April 2021

 

 

4. April 2021

 

 

30. März 2021

 

 

29. März 2021

 

 

27. März 2021

 

 

Wir suchen GANZ DRINGEND eine Pflegestelle oder Endstelle in einem katzenlosen Haushalt für unseren Nuts/Otis.

 

Sonst muss er leider in eine Hundepension in einen Zwinger, was furchtbar für ihn wäre. Wir haben sogar eine Sponsorin, die die Futterkosten bei einer Pflegestelle übernehmen würde!

 

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Unser Handicap-Notfall Olsen wartet auf eine liebevolle Familie, ein ebenerdiges Zuhause mit einem Garten. :-)

 

Cupid wartet auf seiner Pflegestelle auf ein endgültiges Zuhause. Seine Schwester Claris hatte schon das Glück!

 

Spendenkonto

Grund zur Hoffnung e.V.

 

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