Alex (männl., geb. ca. Juni 2011) - zeigt sich im Tierheim als ruhiger, ausgeglichener Hund

25. Dezember 2020

 

Liebes Team von „Grund zur Hoffnung“,

nun sind 2 Wochen vorüber und der Alex ist zumindest in meinem Grundstück zu Hause angekommen. Die übrige Umgebung ist ihm allerdings trotz regelmäßigem Ausgang immer noch ziemlich fremd, da selbst die Luft eine andere ist. Das zeigt sich besonders, wenn ich am Morgen die Balkontür zum Lüften öffne. Dann steht er zunächst in der Balkontür mit erhobenem Kopf, schaut in den Himmel, schnuppert und tritt dann erst vorsichtig auf den Balkon hinaus, um nach beiden Seiten blickend den eventuell Vorübergehenden mitzuteilen:

DAS IST MEINS, GEHT WEITER!

Was dieser Hund so erlebt hat, kann ich nur vermuten. Wenn Hunde schlafen und träumen, sieht man oft Laufbewegungen. Der Alex allerdings sprintet regelrecht und der linke Mundwinkel zuckt nervös. Möglicherweise hat man ihn irgendwo zurückgelassen, eventuell sogar Urlauber. Dass der Alex eine Wohnung kennt und weiß, dass man da sein Geschäft nicht rein macht, spricht ebenfalls dafür. Er hat sich von Anfang an gemeldet, wenn er musste. Auch kennt er Kindergärten, in die es ihn mit allen Fasern hinein zieht. Vermutlich war er so ein Familien-immer-dabei-Hund und könnte durchaus auch etwas älter sein, als 8 oder 9 Jahre.

 

Wenn wir morgens um 8.oo Uhr starten, braucht er für die vergleichsweise geringe Strecke sehr viel Zeit, um alles zu untersuchen. Die intensive Nasenarbeit ist sehr anstrengend für ihn. Trotzdem bleibt er gründlich und will immer weiter laufen, weil er besonders Autos inspiziert. Dabei vergisst er natürlich, dass er auch wieder nach Hause muss und das ist meist auf einem anderen Weg dieselbe Strecke noch einmal.

Und da hatten wir gleich in der ersten Woche den ersten Konflikt: er wollte in eine andere Richtung als ich, was ich ihm jedoch nicht durchgehen ließ. Die Chefsache haben wir beim zweiten Mal endgültig geklärt, da er doch ein wenig bockig ist, wenn es nicht nach seinem Kopf geht; jedoch ist er nicht dominant. Das liegt allerdings an der Mischung seiner Gene, denn es steckt eine gehörige Portion englische Bulldogge in ihm drin. Ich habe den direkten Vergleich, da in unserer Straße eine reinrassige englische Bulldogge wohnt. Die Körpergröße mit den kurzen kräftigen Beinen und Füßen sowie der kompakte Brustkorb sprechen eindeutig dafür. Nur das Gesicht sieht eben anders aus – nicht so, als ob er aus dem Fenster gefallen wäre. Sein Gesicht ist viel schöner. An der Leine läuft er bei Fuß, als ob er nie etwas Anderes getan hätte.

Er ist wie ich: gründlich und etwas bockig, so dass wir gut zusammen passen.

 

Er hat jetzt begriffen, dass ihm niemand etwas wegnimmt, er nicht zurück stecken muss und vor der Katze bleibt er einfach stehen, weil er mit ihr nichts anfangen kann. Im Verein hatte ich ihn auch schon zweimal mit. Dort hat er sich vorbildlich benommen. Auch bei meinem Futterhändler hat er sich sehr gut verhalten. Dort liegen Rinderohren, Schweineohren, Schlünde, Ochsenziemer, getrocknetes Rinderherz und andere leckere Sachen in Reichweite in den Warenträgern. Er geht hin, schnüffelt, aber nimmt nichts aus den Fächern. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass dieser Hund salonfähig ist.

Dieser Hund hatte einmal eine Erziehung genossen und ein Zuhause gehabt. Dort ist man wahrscheinlich nicht noch einmal spät nach draußen gegangen. Um 22.oo Uhr kann ich ihn dazu jedenfalls nicht mehr bewegen. Trotzdem hält er bis morgens durch. Es ist gut, dass er jetzt wieder ein Zuhause hat. Es wird aber lange dauern, bis seine Nervosität nachlässt. Im Moment nimmt er immer noch viel Gras auf, was nicht für Mangelernährung sondern für Nervosität steht.

 

Das war meine erste Einschätzung nach 2 Wochen, die nicht endgültig ist. Sicher werde ich noch so einige Überraschungen mit Alex erleben, weil er auch ein kleiner Trickser ist. Dazu aber beim nächsten Mal mehr.

Bis dahin wünsche ich Ihnen allen schöne Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr.

 

Viele liebe Grüße aus Naumburg

Irene G.

 

 

6. Dezember 2020

 

Guten Morgen Frau Albert,

wir sind gestern Abend um 21.15 Uhr zu Hause angekommen. Zunächst hat Alex aufgrund der Dunkelheit nur den Vorgarten und den Eingangsbereich erkundet und sich erleichtert. Erwartungsgemäß hatte er Probleme mit der Treppe zum 1. OG, aber das habe ich mit sanfter Gewalt hinbekommen. Mit meinem Wüterich, der wesentlich größer war, hat es schließlich auch funktioniert.

Einmal oben, ist er dann zwar vorsichtig, dennoch neugierig in alle Räume gelaufen. Die Katze hat er einfach nicht zur Kenntnis genommen, weshalb sie dann mit einem dicken Schwanz beleidigt abgezogen ist. Nach Fütterung und Trinken hat er sich in der ersten Nacht in meinen Sportraum begeben. Als vertrauensbildende Maßnahme habe ich ihm noch mit meiner Klickbürste das Fell etwas gepflegt, was er auch toll fand.

 

Heute früh sind wir um 8.00 Uhr zunächst zur Gartenbesichtigung gestartet und danach hat sich der erste Kontakt mit seinen zukünftigen Hundekumpels ergeben. Das habe ich gleich genutzt und wir sind zusammen mit dem Terrier die erste Naumburg-Runde gelaufen. Er hat das sehr genossen. Um 9.00 Uhr waren wir zurück. Die Treppe war jetzt nicht mehr so problematisch. Ein kleiner Schubs und dann ging das wie von selber. Jetzt liegt er in der Stube, satt und zufrieden. Er ist sehr lieb und ein wunderschöner Hund. Vielen Dank.

Der Alex weiß noch nicht, dass er das Erlebnis von heute Morgen jetzt immer haben kann. Ich freue mich schon darauf, zu sehen, wie er aufblühen wird.

Abschließend noch ein paar erste Bilder. Ich werde mich wieder melden, wenn er völlig aufgetaut ist.

 

Liebe Grüße an Sie alle von

Irene G.

 

4. Dezember 2020

 

Alex schaut in die Kamera, als ob er gar nicht versteht, was los ist - er weiß es ja auch nicht, aber endlich hat er auch einmal Glück!

 

Wir denken, er hatte schon aufgegeben... Nach fast fünf langen Jahren im Tierheim konnte er sich ein anderes Leben vielleicht schon gar nicht mehr vorstellen. Mehr als die Hälfte seines Lebens eingesperrt hinter Zäunen... So traurig das ist, umso schöner ist es, dass Alex es endlich geschafft hat und das Tierheim und sein altes Leben für immer hinter sich lassen kann.

Er hat ein Zuhause gefunden und wir wünschen ihm von ganzem Herzen noch viele, glückliche, unbeschwerte Jahre in Geborgenheit!

 

25. November 2020

 

 

27. September 2020

 

 

12. Juli 2020

 

 

4. Juli 2020

 

 

19. April 2020

 

Einer unserer “Langzeitinsassen” ist der liebe Alex (geb. ca. Juni 2011), der mittlerweile mit seinen bald 9 Jahren bei seiner Größe (ca. 56/57 cm) auch schon zum “älteren Eisen” gehört…

 

Alex ist ruhig geworden. Er liegt die meiste Zeit des Tages in seinem Auslauf und döst. Was soll er auch sonst machen während des tristen Tierheimalltags? Wir haben mittlerweile den Eindruck, als ob Alex im Tierheim leidet. Er ist nicht mehr in einem Alter, in dem er viel spielen möchte. Auch der Trubel im Tierheim ist ihm zu viel. Alex mag es ruhiger. Bei Spaziergängen taut er allerdings richtig auf und freut sich über die Bewegung und Abwechslung. Dabei knabbert er auch gerne ein bisschen am Gras.

 

Eine Eigenschaft von Alex ist jedoch eine gewisse Sturheit. Dieser sollte man liebevoll, aber konsequent begegnen. Woher soll Alex es auch wissen, er war immer sein eigener “Herr” und hat noch nie in seinem Leben etwas vom Hunde-Einmaleins gehört…

 

Ansonsten ist er ein ganz lieber Kerl, der sich gerne kuscheln lässt. Er steht dabei allerdings eher in der zweiten Reihe, manchmal müssen wir auch auf ihn zugehen, aber dann genießt er die Zuwendung sehr.

 

Seinen Artgenossen gegenüber ist Alex recht zurückhaltend, er sucht die Ruhe und weicht ihnen eher aus.

 

Alex lebte früher auf der Straße, kam aber ins Tierheim, weil er jemanden gebissen haben soll. Wenn es so war, wissen wir nicht, ob es vielleicht einen Grund dafür gab. Uns gegenüber hat Alex sich immer freundlich gezeigt. Es sei den, man drängt ihn in die Enge oder möchte ihn medizinisch behandeln oder die Krallen schneiden, das mag er gar nicht. In solchen Situationen, die ja nicht täglich vorkommen, empfiehlt es sich, ggf. einen Maulkorb zu verwenden. Jedenfalls sollte man sich Alex langsam nähern, dass er nicht überfordert ist und sieht, dass man ihm nichts Böses möchte.

 

Da Alex nicht mehr der Jüngste ist, wünschen wir es ihm so sehr, dass er endlich entdeckt wird und seine Chance bekommt und ein endgültiges Zuhause findet. Aufgrund seiner “Geschichte” sollten keine Kinder im Haushalt sein und Menschen, die sich für ihn interessieren, sollten etwas Erfahrung mit Hunden mitbringen und definitv konsequent sein. 

 

Alex ist schon lange kastriert, gechipt und geimpft und wäre jederzeit bereit, dem Tierheim für immer den Rücken zu kehren und die lange Reise nach Deutschland anzutreten!

 

 

4. März 2020

 

 

27. Februar 2020

 

 

26. Februar 2020

 

 

25. Februar 2020

 

 

23. Februar 2020

 

 

15. September 2019

 

Fotos von Alex vor dem Kämmen...

 

Alex nach dem Kämmen...

 

 

28. Juli 2019

 

 

17. Juni 2019

 

 

6. Juni 2019

 

 

23. Mai 2019

 

Unser Alex (geb. ca. Juni 2011) lebt nun schon seit fast drei Jahren im Tierheim in Schumen. Und das nur deshalb, weil er (angeblich) jemanden auf der Straße gebissen haben soll. Wir können natürlich weder das eine noch das andere bezeugen, aber dies war der Grund warum Alex im Tierheim gelandet ist.  

Denn sobald in Bulgarien ein sogenanntes „Signal“, also eine Beschwerde gegen einen Hund vorliegt, muss dieser Hund innerhalb von 24 Stunden ins Tierheim gebracht werden. Und dies ist bei Alex geschehen… Sollte er wirklich gebissen haben, können wir uns auch vorstellen, dass er dies aus Selbstschutz getan hat, weil ihn vielleicht jemand geärgert oder ihm anderweitig wehgetan hat. Leider keine Seltenheit in Bulgarien.

 

Seitdem Alex bei uns im Tierheim lebt, hat er allerdings noch niemanden von uns oder den Mitarbeitern des Tierheims gebissen. Und die Situation im Tierheim mit über 300 Hunden ist sehr stressig für die Hunde und alles andere als entspannt. Es gibt keinerlei Ablenkung und nur sehr eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten. Aber Alex scheint sich mit seiner entspannten und ruhigen Art nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und zeigt sich bei uns absolut friedlich.

 

Sollte er zu Unrecht im Tierheim gelandet sein, hoffen wir zumindest, dass er dadurch nun eine Chance auf eine Vermittlung bekommt! Bisher hatten wir ihn aufgrund des (angeblichen) Vorfalls online noch nicht zur Vermittlung eingestellt. Da es aber in dieser Hinsicht im Tierheim keinen einzigen Vorfall gab, ist er nun endlich bereit für die Vermittlung. 

 

Und besonders Alex würden wir es so gönnen, endlich Menschen zu finden, die sich liebevoll um ihn kümmern. Denn Alex ist ein sehr lieber Rüde, der niemals aufdringlich ist, sondern immer geduldig in der zweiten Reihe wartet, bis er endlich dran ist. Wenn er dann an der Reihe ist, lässt er sich sehr gerne streicheln – etwas, was er vorher wohl noch nie erlebt hat. 

 

Alex hat eine Schulterhöhe von ca. 56 cm und hat eine muskuläre und kräftige Struktur. Dazu hat er eine schöne Fellzeichnung im Gesicht und ganz liebe Augen. 

Und Alex geht unglaublich gerne spazieren! Auch wenn die Spaziergänge außerhalb des Tierheims nur sehr selten sind, findet er das toll und läuft prima mit.

 

Auch wenn wir Alex als sehr liebevoll einschätzen, wünschen wir uns für ihn – auch aufgrund seiner Kraft – einen kinderlosen Haushalt. Die neuen Besitzer von Alex sollten ebenfalls Erfahrung mit Hunden haben und ihn liebevoll, aber konsequent führen. 

 

Alex hat in seinem Leben bisher nicht vieles kennengelernt, was er in einem „modernen Hausstand“ lernen sollte und müsste an ein Leben in einer Wohnung bzw. in einem Haus herangeführt werden. Aber so entspannt und ruhig wie er ist, wird er das mit Sicherheit schnell lernen. 

 

Alex ist mit den anderen Hündinnen und Rüden in seinem Auslauf verträglich und teilt den Auslauf friedlich mit ihnen. Als Einzelhund hätte Alex seine Menschen ganz für sich alleine und das fände er bestimmt toll. Aber er könnte auch ohne Probleme mit einem anderen Hund zusammenleben.

 

Wenn er vielleicht schon zu Unrecht „verurteilt“ wurde, sollte er nun bald das große Los ziehen - am besten ein Ausreiseticket nach Deutschland. Alex ist geimpft, gechipt und kastriert und könnte jederzeit ausreisen.

 

 

9. Mai 2019

 

 

15. Februar 2019

 

 

11. Februar 2019

 

 

12. September 2018

 


 

24. Juni 2018

 

 

3. November 2017

 

 

17. April 2016

 

 

 

"Notfelle" der Woche

 

 

Jenna wartet mittlerweile im Tierheim so lange wie kein anderer Hund auf ihr eigenes Zuhause und wir haben das Gefühl, dass sie im letzten Jahr die Hoffnung etwas aufgegeben hat. Die große Hündin ist sehr menschenbezogen und genießt jede Aufmerksamkeit von uns. Wir wünschen uns für Jenna standfeste Menschen, die ihr geduldig und liebevoll die Welt außerhalb des Tierheims zeigen. Wir sind uns sicher, dass Jenna dann noch einmal so richtig aufleben würde...

 

Hilde sucht Menschen mit einem großen Herzen. In einer komplizierten OP wurde der lieben, agilen Hündin eine Schwellung am Hals entfernt und der Befund ist leider ungewiss. Zu traurig wäre es, wenn unsere süße, wilde Hilde deshalb ihre restliche Lebenszeit im Tierheim fristen müsste. Die liebe Hündin ist bewegungsfreudig und immer gut drauf und sucht auf diesem Wege verständnisvolle Menschen, die ihren Lebensweg mit ihr teilen möchten...

 

 

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