Ferry (weibl., geb. ca. Februar 2021) - ihre blaue Zunge könnte von Chow Chow-Vorfahren stammen

 

2. Februar 2024

 

Ferry ist nun so lange auf ihrer Pflegestelle. Sie hat in dieser Zeit Fortschritte gemacht und sich ganz eng an ihr Pflegefrauchen gebunden. Sie soll nicht mehr umziehen müssen.

 

 

27. Januar 2024

 

Ferry sucht sich einen Platz in der kleinsten "Hütte".

 

 

2. Dezember 2023

 

Ferry geht es im Moment wirklich gut. Im Vergleich zu ihren ersten Tagen oder Wochen, ist sie so viel ruhiger – solange sie einen Platz hat und ich da bin.

 

Bin ich nicht zu Hause, ist es auch kein Drama. Zusammen mit dem Rudel verbringt sie die Zeit im großen Wohnzimmer und findet da problemlos Ruhe. Sie jault oder bellt nicht. Nur wenn ich wiederkomme oder wenn ich gehen will, dann wird gefiept. Beim Wiederkommen hört sie sich manchmal an wie ein Husky der erzählt – sehr lustig. Ich versuche das mal auf Video festzuhalten, aber sie ist wirklich kamerascheu.

 

Hin und wieder kommt sie nun auch zu meinem Onkel. Solange er hockt und sie gerade aufgeregt ist, weil wir gerade nach Hause gekommen sind. Und auch dann ist es nur ein kurzer Stups mit der Nase – aber sie kommt!

Mit mir knuddelt und knuffelt sie am liebsten 24/7. Mein Mann kann sie auch anfassen – aber nur, wenn sie zu ihm unter den Schreibtisch huscht (und das auch nur, wenn ich nicht da bin. Ansonsten ignorieren sich die beiden großteils).

 

Gassirunden laufen auch schon sehr super – solange uns kein „Tut-nix“ entgegen kommt (Hunde, die weder angeleint sind noch gut auf ihre Besitzer hören. Hier noch mal der dringende Appell, weil mir das immer noch zu oft passiert: Auch wenn Ihr Hund lieb ist – der Hund zu dem er rennt ist es vielleicht nicht.) 

 

Ferry läuft sehr gut mit mir und Finya mit. Die beiden orientieren sich gut aneinander und sie lernt dabei viel von ihr. Tütenrascheln, Autos, Fahrräder werden zwar immer noch nervös wahrgenommen, aber sie zuckt oder springt nicht wild – bei Fahrrädern ist der Abstand allerdings entscheidend. Alles über 1,50 m Abstand ist in Ordnung.

 

Das Anziehen der des Sicherheitsgeschirrs ist auch kein Problem mehr. Sie verbindet damit nun scheinbar die positiven Gassirunden. Wichtig ist dabei allerdings immer noch die Leine. Die dünne geflochtene Schleppleine ist ihr immer noch Spinnefeind und wird von mir nun gar nicht mehr genutzt oder auch nur angefasst.

 

Aktuell versuche ich ihr Sitz beizubringen oder einfach den Moment zu erwischen, in dem sie es tut. Für Ferry ist sitzen aber eher eine angespannte Haltung, die sie nur hat, wenn sie den Überblick über die Szenerie behalten will oder nicht genau weiß, wo sie sich lassen soll. Fremde Umgebungen sind also nur schwer für sie zu meistern – bis sie einen festen Platz gefunden hat. Dann ist dieser Punkt ihr Sicherheitsraum und sie entspannt mit den Wochen.

Also Sitz-Fortschritt liegt im Moment bei: Sie kennt das Wort, aber nicht die Bedeutung. 😊

 

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass wir uns einfach aufeinander eingestellt haben, aber ich habe bei ihr schon lange nicht mehr das Gefühl, dass mich eine Situation mit ihr stresst oder überfordert. Ich bin nicht mit allem zufrieden und wir müssen natürlich immer noch sehr viel miteinander arbeiten, aber mittlerweile sehe ich diesen riesigen Unterschied und den Fortschritt und das lässt mich die Sachen sehr entspannt angehen.

 

Natürlich hoffe ich weiterhin, dass man auf Ferry aufmerksam wird und sich auf dieses kleine Abenteuer einlässt, denn man wird mit Aufmerksamkeit, Schmusen und amüsanten Momenten belohnt. Und nicht zu vergessen das gute Gefühl, wenn man zusammen wieder einen Schritt geschafft hat. 😉

 

 

21. Oktober 2023

 

 

8. September 2023

 

 

7. August 2023

 

Anbei das längst überfällige Update von Ferry. Sie ist immer noch ein sehr nervöser Hund – auch in der bekannten Umgebung. Doch hin und wieder gibt es eben diese Lichtblicke, die zeigen, dass sie kleine Schritte in die richtige Richtung macht.

 

So haben wir zum Beispiel unser Wohnzimmer etwas umgestellt, um einen offeneren Raum zu schaffen. Dadurch hat Ferry einen besseren Blick auf alles (und alle!) und dreht jetzt jeden Morgen ihre Runden durch den Raum und beschnüffelt auch mal andere Stellen. Sie hat auch einmal das Körbchen gewechselt und sich in ein anderes, freies gelegt, welches näher bei mir stand. Doch am wohlsten fühlt sie sich immer noch in „ihrer“ Ecke des Raumes. Futter und Wasser stehen dort, denn sie frisst nur, wenn keiner in direkter Nähe steht und sie vor allem auch niemand dabei beobachtet. Dafür frisst sie nun regelmäßig und ruhig.

 

Die Bögen, die sie um die Männer macht, werden kleiner. Zwar möchte sie immer noch keinen Kontakt zu meinem Onkel oder meinen Mann, aber sie verzieht sich nicht mehr in die andere Ecke des Gartens, sondern huscht sogar hin und wieder an einem vorbei. Sicherer fühlt sie sich allerdings, wenn ich als Puffer dazwischen stehe.

 

Die Leine mag sie leider überhaupt nicht. Wenn sie das Geschirr schon sieht, nimmt sie reißaus. Da ich sie dann nicht durch den Raum jagen möchte, um ihr das Geschirr nicht noch madiger zu machen, warte ich bis sie sich beruhigt und starte mehrere Versuche. Wenn es mir dann gelingt, sie stressfrei in das Geschirr zu bekommen (dabei schnappt sie nicht, brummt nicht, oder zeigt auch sonst keinerlei Aggression), ist sie wie eingefroren und rührt sich nur ungerne. Ist die Leine dann noch dran und wir gehen raus, endet es in einem Sitzstreik.

Dabei ist es egal, ob es im Garten ist oder vor der Tür. Vor der Tür ist es natürlich noch ein wenig schlimmer, denn die fremde Umgebung ist ihr absolut nicht geheuer – auch wenn ich extra Zeiten nutze, bei denen noch niemand auf der Straße ist. Auch die anderen beiden Hunde konnten sie bisher nicht motivieren. Nach solchen Versuchen ist sie natürlich völlig erledigt und verbringt den Rest des Tages meist schlafend und möchte dann ihre Ruhe.

 

Den Garten hat sie dafür akzeptiert und lässt sich auch aus diesem abrufen – solang ihr niemand dabei im Weg steht. Plötzliche Hindernisse in Form von Menschen sorgen dann für einen schlagartigen Rückzug. Bewegen sich die Hindernisse nicht aus dem Weg, werden sie verbellt.

Das gleiche passiert auch gerne mit dem Fenster im ersten Stock, an dem sie meinen Onkel ein paar Mal gesehen hat. Sobald sie raus kommt, wird das Fenster gecheckt und gegebenenfalls laut angebellt. In solchen Momenten lässt sie sich hin und wieder nicht abrufen und da unsere Nachbarn (sehr schlau, wie sie nunmal sind ;-) auf einen bellenden, verteidigenden Hund mit Pfiffen und Rufen reagieren, heizt sie das natürlich dann nur noch mehr an, den Garten zu verteidigen und Alarm zu schlagen) morgens und abends kein Fan von Gebell sind, muss sie von 21-6 Uhr im Haus bleiben. Außer sie lässt sich anleinen, denn an der Leine ist sie ja bekanntlich sehr still. ;-) Und wenn die Blase voll genug ist, dann wird sich sogar trotz Leine erleichtert.

Auch wenn das alles sehr aufreibend klingt, ist sie schon deutlich aufgeschlossener als zu Beginn. Sie hat sich nahtlos in den Tagesablauf eingefügt, fordert meine Aufmerksamkeit und ihre Streicheleinheiten ein, solange wir alleine sind. 

 

Im Garten spielt sie mit den anderen Hunden und wenn meine Mutter mit ihrem Junghund vorbei kommt, wird mit dem auch sehr freundlich und ausdauernd gespielt. Geht ihr der Welpe dabei mal auf den Geist, zieht sie sich ins Körbchen zurück und macht ihm dabei klar: bis hierhin und nicht weiter, aber auf eine sehr soziale Art und Weise. Lefzen ziehen und vielleicht mal ein Warnschnappen in die Luft sind dabei das höchste der Gefühle.

 

Auch ihre Eifersucht auf meine anderen beiden Hunde ist abgeebbt. Zwar versucht sie sich immer noch dazwischen zu drängen, wenn die anderen beiden Schmuseeinheiten bekommen, aber da ist kein Schnappen oder Brummen mehr dabei. Lediglich das Wegschieben mit dem Hinterleib oder der Versuch mich anzuspringen und sich größer zu machen. Aber auch das wird weniger.

 

Von beiden Männern wird sie ignoriert und lediglich mit Leckerchen versorgt. Mein Onkel wirft z.B. kleine Leckerchen ins hohe Gras, die mit jedem Mal die Distanz zu ihm verringern, während sie diese suchen muss.

Suchspiele mit Leckerchen sind bei Ferry gerne gesehen. Mit mir jagt sie auch gerne durch den Garten. Rennt mir nach oder animiert mich, dass ich ihr nachlaufe. Taue, Bälle oder Teddys werfen ist dabei nicht drin. Das verängstigt sie direkt und sie verschwindet mit eingezogenem Schwanz, wenn ein Gegenstand geworfen wird. Die werden auch dann nicht interessant, wenn sie leblos am Boden liegen – sie macht dann einen Bogen drum herum.

 

Solange ihre Bezugsperson, in diesem Fall ich, nicht da ist, verlässt sie ihren Bereich nur selten und wartet geduldig, bis ich wieder da bin oder bis ich aufstehe. Auch wenn sie die Möglichkeit hat, uns ins Schlafzimmer zu folgen, zieht sie es vor, im Wohnzimmer in ihrem Körbchen zu bleiben. Alleine bleiben ist dabei für sie kein Problem. Sie bellt und jault nicht und macht auch nichts kaputt oder sucht die Tische nach Essen ab.

 

Auch wenn Ferry im Moment friedlich auf ihrem Platz liegt und sich immens freut, wenn ich da bin und mit mir schmust, wünsche ich mir für sie, dass sie mehr Sicherheit gewinnt und lernt, wie schön das Hundeleben sein kann. Dass sie vielleicht irgendwann auch mal vor die Tür geht, selbst wenn es nur mal die Straße rauf und runter wäre.

 

Mit viel Zeit und Geduld ist das sicherlich machbar und wer sich für Ferry interessiert, sollte beides mitbringen. Selbst wenn das mit dem Spazieren noch ein paar Monate dauert, wird man merken, wie schnell sich Ferry in den Alltag integriert und wie aufmerksam und intelligent sie ist. Nur leider auch sehr unsicher. Ein stabiles, ruhiges Umfeld und ein Garten sind für Ferrys Vermittlung eine Voraussetzung.

 

 

17. Juni 2023

 

Ferry ist nun einen Monat bei uns und wir haben uns bisher gut aneinander gewöhnt. Dabei würde ich aber nicht sagen, dass ich den Hund perfekt erzogen habe – es ist eher ein gegenseitiges Anpassen an die Situation. 😃

Viele Dinge sind unverändert.

 

Zum Beispiel ihr Umgang mit Männern. Mein Mann darf sie berühren, aber das lässt sie eher über sich ergehen – wenn sie kann, nimmt sie immer noch Reißaus. Bei meinem Onkel ist es noch etwas extremer. Er hat leider nicht verstanden, dass er sich dem Hund ruhig nähern muss bzw. sie ignorieren soll und spricht sie immer direkt an oder wendet sich ihr zu. Er versucht sie sogar zum Spielen zu animieren. Also sieht Ferry ihn scheinbar als Bedrohung und verbellt ihn. Das ist aber auch alles! Auch hier hat sie bisher KEINE Anzeichen von Aggression oder ähnlichem gezeigt. Kein Lefzen ziehen, kein Brummen und erst recht kein Schnappen!

 

Sie zeigt nur deutlich „Du bist mir nicht geheuer!“. Liegt sie im Körbchen oder ist im Haus, bellt sie nicht. Sie versteinert im Körbchen und hofft, dass der Onkel vorbei- oder wieder abzieht. 😊

Interessant ist aber, dass sie sehr neugierig auf meinen Sohn reagiert (leider interessiert sich der gar nicht für Ferry). Er hat den Hund seit Tag 1 ignoriert und bei ihm kommt sie sogar an die Tür, wenn ich ihn von der Schule abhole oder folgt mir bis in sein Zimmer um zu schauen, was denn hier so abgeht. 

 

Die anderen Räume des Hauses hat sie bisher immer noch nicht auf dem Schirm. Flur, Kinderzimmer: Ja. Rest: Nein.Wenn ich nachts ins Schlafzimmer gehe, folgen meine beiden und die Tür bleibt offen – Ferry folgt bis zur Tür, fiept und dreht mit der Zeit wieder ab um ins Wohnzimmer zu ihrem Platz zu gehen. Auch der Rest vom Wohnzimmer oder die Couch werden von ihr bisher ignoriert.

 

Der Garten ist natürlich der schönste Platz. Aber leider nicht ganztags. Ab vormittags oder mittags zieht sie sich ins Körbchen zurück und verbringt die Zeit dort bis abends. Da wird sich höchstens mal von links auf rechts gewendet. Ich animiere sie dann regelmäßig mit mir raus zu gehen. Manchmal geht es gut, manchmal macht sie nur schnell Pipi und verzieht sich wieder in ihre ruhige Ecke. Da merkt man gar nicht, dass der Hund überhaupt da ist.

 

In der Dämmerung sieht das anders aus: Da toben wir durch den Garten. Mittlerweile auch mit meinen Hunden. Da gibt es absolut keine Reibereien oder dergleichen mehr. Verhältnisse sind jetzt also klar.

 

Ferry liebt natürlich das Jagen und Fangen. Stop and Play wie ich es gerne nenne, denn dann bleiben die Hunde schlagartig stehen, schauen sich nur an und auf ein unsichtbares Kommando rennen alle wieder los. Solange ich mit ihr spiele ist die Rute auch oben und es wird freudig gespielt. Spielt einer der Männer mit, ist es wieder angespannt (aber die Route verschwindet nicht ängstlich zwischen den Beinchen).

 

Ich habe aufgehört sie morgens aus dem Garten zu „pflücken“, denn sie kommt mittlerweile von alleine wieder ins Haus, aber sie braucht dafür Zeit. Dabei wiederhole ich mit Abstand das Kommando und warte geduldig, bis sie hinein kommt und sich ins Körbchen setzt (vorher kann es passieren, dass sie schreckhaft wieder rausläuft und mein Ziel ist ja, eine entspannte Situation zu erschaffen), dann bekommt sie ihr Leckerchen und ich schließe die Tür. Das klappt auch schon schneller als vorher.

 

Solange sie meinen Onkel nicht am Fenster oben sieht – dann wird gebellt. Morgens um 4 Uhr finden die Nachbarn das jetzt nicht soooo toll. Das steht also nun auch auf der Liste.

 

Das erste Leinentraining endete damit, dass Ferry gegen die Leine ankämpfte, als wir aus der Tür raus sind – zu fremd, zu neu, zu ungewohnt und vielleicht auch zu belebt oder zu früh im Training. Ferry hatte die Rute so weit verklemmt wie möglich und war schnell ein Häufchen Elend. Wir trainieren nun also im Garten erst mal wieder mit Geschirr und Leine um einen zweiten Versuch (diesmal in der Dämmerung, ist ja genau ihre Zeit) zu wagen. Aber erst, wenn sie wieder entspannt im Garten läuft.

 

Zu mir ist Ferry ein aufgeweckter, liebevoller Hund. Selbst wenn beim Toben mal kurz gezwickt werden sollte, wird das schnell wieder überschleckt. Sie freut sich, wenn ich komme und begrüßt mich mittlerweile an der Tür. Ich finde auch langsam die Leckerchen oder Stöckchen, die sie mag (sie frisst nicht alles und an Leckerchen schon mal gar nicht. Aus der Hand? Ha! Hahaha! Hahahahahaha! NUR wenn sie kennt, was sie da isst!).

 

Es braucht eben Zeit und viel Geduld. Nichts mit einem Fingerschnippsen, ABER es wird! Nicht von Tag zu Tag, aber von Woche zu Woche. Vielleicht überrascht sie auch alle in ihrem für immer zu Hause und ist da ein aufgeweckter, neugieriger Hund!

 

Ein Garten ist ein Muss – allein schon, weil sie noch kein Vertrauen zu der Leine hat. Und ländlich gelegen muss ihr Zuhause sein, da sie mit lauten, plötzlichen Geräuschen noch nicht zurecht kommt.

 

Nun hoffen wir, dass sich bald eine liebevolle, geduldige und einfühlsame Familie für die liebe Ferry findet, die langsam und Schritt für Schritt noch aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen muss. :- )

 

 

25. Mai 2023

 

Ferry ist nun etwas über eine Woche bei uns und langsam gewöhnt sie sich an die Abläufe.

 

ANKUNFT:

Als ich sie beim Transport übernommen habe, war sie etwas zu groß für meine Transportbox – glücklicherweise habe ich immer einen Anschnallgurt für Hunde im Auto und so hat sie die einstündige Fahrt auf der Rückbank verbracht. Dort war sie schon recht neugierig, aber natürlich immer noch sehr angespannt von dem Transport – das kann man ihr wohl nicht verübeln.

Zu Hause angekommen, war die Zusammenführung vor dem Haus nicht so einfach wie bei den vorherigen Pflegehunden. Sie war noch zu aufgebracht vom Transport, ging jeder Begegnung aus dem Weg und wollte einfach nur noch ihre Ruhe. Möglichst allein. Glücklicherweise haben meine beiden Hunde das schnell gemerkt und sie völlig ignoriert als sie dann im Garten war und ihre Runden drehen konnte.

 

Ferry hat sich eine Ecke im Garten ausgesucht, möglichst weit weg von uns und möglichst dicht bewachsen. Dort hat sie erst einmal ein paar Stunden für sich verbracht und ich habe erst mal abgewartet, ob sie irgendwann neugierig hinein kommt. Neugierig ja. Aber wehe drinnen hat sich etwas bewegt – Zack, war sie wieder weg. Zurück in ihre „sichere“ Ecke.

 

Da ich sie in der Nacht nicht allein draußen lassen wollte, musste ich sie also „einfangen“ – das war ein Geduldsspiel, aber mit ruhigen Worten und Bewegungen bekam ich sie in die Finger und konnte sie hineintragen auf ihren Platz im Wohnzimmer.

 

So liefen auch die nächsten Tage ab. Mittags raus und ihr den Freiraum gegeben (ohne Leine, aber mit Geschirr) und abends dann wieder rein. Wichtig ist hier, keine Wunder zu erwarten, sondern nur in gaaaaanz kleinen Schritten zu denken.

 

Also begann ich sie im Großen und Ganzen zu ignorieren. Ich habe sie angesprochen, wenn ich raus ging oder heim kam – und Ende. Zu den Fütterungszeiten habe ich meine beiden durch das Kindergitter aus dem Raum gesperrt und mich mit Ferry an ihren Platz gesetzt und sie aus der Hand gefüttert. Die Tabletten, die sie prophylaktisch gegen Giardien bekommt, musste ich zerstoßen und unter Leberwurst mischen, sonst hat das raffinierte Biest sie nämlich wieder ausgespuckt. Sie frisst nicht alles, nein, Madame ist eine Feinschmeckerin. Auch die Leckerchen müssen ihr gerade in den Kram passen, sonst werden sie ignoriert.

 

Auch ist es nicht egal, WER ihr das Leckerchen gibt. Frauen ja, Männer nein. Da kann mein Mann auch mit der besten Leberwurst um die Ecke kommen – sie schaut weg. Noch.

 

JETZT:

Es zeigen sich die ersten Erfolge. Wenn ich sie rufe und rauskomme, kommt sie freudig auf mich zu – zwar traut sie sich noch nicht so ganz heran (wie man auf dem Video sieht), aber sie möchte so gerne. Und kaum hat sie ihre Angst überwunden, werde ich regelrecht angesprungen und darf losstreicheln. Und bitte nicht aufhören. Mit kämmen ist das ähnlich. Sie sollte oft gekämmt werden, da sie gerade unglaublich viele helle, gerade Haare abwirft und mit Ruhe und Geduld lässt sie das auch mit sich machen und scheint es sogar zu genießen.

 

Sie ist gerne in meiner Nähe. Bin ich draußen, kommt sie mit. Gehe ich hinein, folgt sie irgendwann und legt sich an ihren Platz. Das Haus selbst erkundet sie nicht weiter. Nur das Wohnzimmer, mit Tür zur Terrasse. In den anderen Räumen war sie bisher einmal, hat aber scheinbar kein Interesse daran, das zu wiederholen.

 

Wenn sie doch mal nicht herein kommen möchte, kann ich sie draußen aber problemlos einsammeln und hineintragen, wie ein Schäfchen. Dabei bleibt ihr Körper auch weich, sie zappelt nicht und zeigt auch sonst keinerlei Aggression. Generell hat sie nicht geschnappt oder die Zähne zu einem Menschen gezeigt. Wenn es ihr zu viel wird oder sie Angst bekommt, zieht sie die Flucht nach hinten vor. 

 

An die Leine (eine dünne, leichte (!) Langlaufleine akzeptiert sie), hat sie sich noch nicht ganz gewöhnt. Es erschreckt sie immer noch, wenn die Leine mal Geräusche auf dem Rasen macht oder, schlimmer, irgendwo vorbei raschelt. Daher ist das Leinentraining aufgeschoben, bis Ferry mehr Selbstvertrauen hat. Vor die Tür gehen steht ebenfalls noch nicht auf dem Plan.

 

Ferry ist auf eine Person fixiert: mich. Allen anderen geht sie aus dem Weg. Das bedeutet aber auch, dass sie mich ungern teilt. Wenn ich meine beiden Fellnasen streichele, triggert sie das direkt und sie kommt sofort dazu. Teilweise auch mit gebleckten Zähnen um ihrer Eifersucht Ausdruck zu verleihen und den Nebenbuhler zu vertreiben. Das führte anfangs dazu, dass sie nach meiner kleinen Fellkugel geschnappt hat (aber eher ein Warnschnappen wie ein Hacken). Jetzt ist der Kleine eher der Kandidat, der sich nicht wehrt. Im Gegensatz zu Finya (Senja), die ihr die Stirn bietet. Dabei reicht es aber, die Stimme etwas fester klingen zu lassen, um Ferry in dem Verhalten direkt auszubremsen. 

 

Die beiden Hündinnen haben die Rangfolge auch noch nicht ganz ausgefochten. Da wird hier und da mal gebrummt oder Zähne gezeigt. Man macht auch mal einen lauten Vorstoß, aber das ist alles sehr schnell aufgelöst und bisher nichts Ernsthaftes. Abwechselnd liegen die Damen in der Tür, um die andere am Hereinkommen zu hindern. Da muss man hin und wieder eingreifen und sie wegholen, damit die andere auch wieder ins Haus kommt. Auch da wird es besser. Heute sind sie schon zusammen über die Wiese gefetzt und haben sich gejagt. Ohne Zähne zeigen und nur noch semi-angespannt im Körper. Das war das erste „Spielen“ und es schlug nicht um, sondern fand ein entspanntes Ende in einer Trinkpause.

 

POSITIVES:

- Man sieht tägliche Verbesserung und ihre Bezugsperson (ich) ist einfach der tollste Mensch auf Erden (ja, das tut schon gut 😃).

- Sie ist absolut stubenrein, egal wie lange die Nacht ist.

- Dir war bisher noch nicht an Tischen oder anderen Dingen, nicht mal wenn da noch ein Teller steht.

- Dor ist sehr einfach zu lesen und zeigt deutlich was sie gerade fühlt.

 

WAS GEHT IM MOMENT NOCH NICHT:

- Gassi, daher ist Garten aktuell ein Muss

- fremde Menschen / viele Menschen. Ich sehe Ferry nicht in einer großen Familie

- hektische, laute Umgebung. Herumspringen, tanzen, toben. Alles nicht ihr Fall.

- Männer sind ihr (noch) suspekt, aber aus der Ferne sind die ok. Sie schaut gerne, was diese komischen Menschen da machen. Aber das war‘s auch.

 

P.S. Kleiner Fun-Fact:

Natürlich kann das völliger Zufall sein, aber Ferry hat die ersten Tage nur dann Kontakt mit mir aufgenommen oder kam überhaupt in meine Nähe, wenn ich Songs von Jack Johnson gesungen habe. 

Kein Scherz.

Man stelle sich also bitte vor, wie ich morgens um halb 6 im Garten stehe und der Hund nur zu mir kommt, wenn ich leise „Better Together“ singe.

Mehrfach getestet und für viele Schmunzler in der Nachbarschaft gesorgt, denn ich bin nicht gerade für meine Gesangskünste bekannt. 😃 Was macht man nicht alles…

 

 

22. Mai 2023

 

 

16. - 19. Mai 2023

 

 

13. Mai 2023

 

Ferry ist in ihrer Pflegestelle angekommen. Sie ist total erschöpft und muss sich erst einmal von dem langen, anstrengenden Transport ausruhen.

 

 

 

 

 

 

12. Mai 2023

 

Ferry hat es auch endlich geschafft! Als letzte des Schwester-Quartetts durfte sie heute dem Tierheim sowie ihrem Geburtsland für immer den Rücken kehren. Sie wird auf einer Pflegestelle erwartet und wir hoffen, dass sie bald entdeckt wird!

 

25. März 2023

 

 

17. März 2023

 

 

1. Oktober 2022

 

Ferry hat eine Schulterhöhe von ca. 50/51 cm.

 

 

29. September 2022

 

 

10. Mai 2022

 

Ferry ist noch mal ein wenig gewachsen. Sie hat nun eine Schulterhöhe von ca. 51 cm.

 

 

5. April 2022

 

 

29. März 2022

 

Ferry (geb. ca. Februar 2021) ist eine super süße Hündin! Als wir sie bei unserem Aufenthalt im Tierheim in Schumen kennengelernt haben, verhielt sie sich zunächst zurückhaltend. Im Auslauf bliebt sie hinter ihren Schwestern und den anderen Hunden zurück, während diese sich in der ersten und zweiten Reihe drängelten.

 

Sie konnte sich aber nicht so gut vor uns verstecken, dass wir sie nicht auch mit auf einen kurzen Spaziergang nach draußen genommen hätten! Vor dem Tierheim und an der Leine war Ferry alles noch ein wenig unheimlich, aber sie beobachtete immerhin die Umgebung und nahm neue Gerüche auf. Sie suchte Sicherheit bei uns Menschen und kam ganz eng zu uns. Nach diesem kurzen Ausflug war das Eis gebrochen und Ferry kam auch jedes Mal auf uns zu, wenn wir in ihrem Auslauf waren.

 

Wir denken, dass die liebe Hündin schnell eine Bindung zu ihrem Menschen aufbauen wird und dann auch eine anhängliche Hündin werden könnte. Sie hat ein sehr freundliches, liebenswertes Wesen. Und das nicht nur uns gebenüber, auch mit den anderen Hunden kommt sie sehr gut zurecht, wobei sie eher ruhig ist und sich nicht inmitten des Trubels aufhält.

 

Wir gehen davon aus, dass Ferry, Fiona, Frietje und Fila Schwestern sind, denn die vier Hundedamen wurden vor kurzem in einer Box in der Nähe einer Tankstelle in Schumen ausgesetzt und kamen dann ins Tierheim in Schumen. Ob sie unerwünschter Nachwuchs waren oder ob sich ein Anwohner an ihnen störte, wissen wir nicht. Letzten Endes war es ihr Glück, denn nun haben sie die Chance auf Vermittlung und ein besseres Leben in Deutschland!

 

Ferry hat eine Schulterhöhe von 49 cm und sieht ihrer Schwester Fila zum Verwechseln ähnlich, außer, dass sie ein wenig größer ist. Und sie hat ein besonderes Merkmal: eine blaue Zunge!

 

Es ist einfach, Ferry mit ihrer ruhigen und bescheidenen Art gleich ins Herz zu schließen! Nun hoffen wir, dass sie auch von ihren zukünftigen Adoptanten ganz bald entdeckt wird und die Chance bekommt auszureisen! Gechipt, kastriert und geimpft ist sie schon!

 

 

7. März 2022

 

 

2. März 2022

 

 

27. Februar - 1. März 2022

 

 

2. Februar 2022

 

 

Notfelle der Woche

 

Peer braucht noch einen „Mutmacher“ an seiner Seite. Der hübsche schokobraune junge Rüde wartet und wartet.....

 

Emili ist eine sehr offene, freundlich und liebesbedürftige Hündin, wer gibt ihr ein Zuhause?

 

 

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