5. August 2025
Liebe Frau Groth-Bick!
Sorry, dass ich erst jetzt reagieren kann. Wir konzentrieren uns derzeit fast vollständig auf
den kleinen Hundewatz. Und er dankt es uns ganz großartig.
Er hat seine kindliche Seite wiedergefunden und bietet ab und zu von sich aus Spielchen an. Eine alte, von Labrador Bailey schonmal getestete, Baumwollsocke hat ihn total entzückt.
Hinter einem Seilknotenbällchen (bei Fressnapf gekauft) ist er hinterhergehüpft, leider konnte
er - trotz der ausgelegten Läufer - nicht rechtzeitig bremsen … war aber nicht wirklich schlimm,
nur ein bisschen erschrocken. Der Wäscheständer, unter den er geraten ist, hat ihn dabei
überhaupt nicht gestört, kennt er wohl schon von Frau Hertwig. (Hoffentlich wisst Ihr, was
Ihr da für eine großartige Hundepflegemama an der Hand habt. Wir und Charly verdanken
ihr einfach alles, was der kleine Mann schon kann - und das ist eine MENGE!)
Spazierengehen an der Leine ist potenziell klasse (aus Charlys Sicht), schon öfter sehen wir
ihn wild wedeln, wenn er durch’s Gras schlönzt. Aber die Überredung, ihn vom Sofa zu schmeicheln und zur Haustür
herauszubekommen, ist noch ein Angehen. Zumal er sowohl das Halsband als sehr störend empfindet als auch das Sicherheitsgeschirr wirklich fürchtet.
Wir „zaubern“ ihm das Sicherheitsgeschirr vor jedem Spaziergang mit Tricks und Späßchen
an.
Auf die Sache mit dem Leckerli ist er nur ein einziges Mal reingefallen. Jetzt sieht er
es uns schon an, was wir vorhaben und kringelt sich ganz fest ein auf dem Sofa.
Nun denn, wir sind dran und investieren Gehirnschmalz, um einen für ihn angenehmeren
Weg zu finden.
Wenn wir dann draußen sind, findet er es doch ganz schön mit uns zusammen. Wenn nur einer von uns geht, ist es noch nicht ganz so toll für ihn, dann bleibt er oft stehen und schaut zurück, ob der
andere von uns nicht doch noch kommt. (Herzerweichend, nicht wahr?) wir üben auch das mit Engelsgeduld weiter.
Vorgestern Nachmittag hat er entdeckt, dass man die beiden Pferde auf der Weide beobachten
kann, am besten aus der sicheren Entfernung von 15 - 20 m. Er hat sich hingesetzt und
„Pferdefernsehen“ geschaut. Als eines der Pferde dann aber aufmerksam geworden ist und zurückgeguckt hat, musste er etwas rückwärts gehen, hat sich überwunden und zum Schmelzen süß begonnen, in
Richtung Pferd zu bluffen - also nicht richtig gebellt aber geknurrt und
„Wuff-Bluff“. Es war zum Ömmeln schön.
Von meinem Balkon aus hat er begonnen, die Leute mit oder ohne Hund zu beobachten.
Leute ohne Hund sind potenziell uninteressant. Werden nur kommentiert, wenn sie stehen
bleiben und ihn ansehen, ohne zu reden. Die Nachbarn, die selbst Hunde haben, und stehen bleiben, um ihn ganz nett anzusprechen, werden mit Wedeln und ganz aufmerksamem
Beobachten belohnt. Leute, die mit Regenschirmen vorbeigehen, sind scheußliche Leute und werden mit Knurren und Bellen kommentiert. Leute, die mit Hund vorbeigehen, werden nur dann kommentiert,
wenn er die Hunde noch nie gesehen hat.
Mit Golden Retriever Monty und seinem Frauchen waren wir einmal im Regen spazieren auf einer Feldstrecke, zu der wir mit dem Auto hingefahren sind.
Monty - ganz souverän - hat den kleinen Wicht ganz in Ruhe gelassen, bis
er vor Neugier fast geplatzt ist und doch ganz nah an Monty rangehen konnte. Montys Frauchen hat’s gebracht: beide
gleichzeitig ein Leckerchen, Nase an Nase. Auf die Möglichkeit hin, noch eins zu bekommen, ist Charly Monty mit den
Vorderpfötchen auf die Schulter gestiegen, wir haben die Luft angehalten: Keine Reaktion von Monty, soll er doch machen, für ein Leckerchen spielt er sogar
den Elefantenpodesten. Es war einfach umwerfend, Charly zu beobachten, wie schnell er beginnt, seine Angst zu überwinden. Der Größenunterschied ist ja doch schon beeindruckend für den kleinen
Kerl.
So ganz viele Fotos haben wir noch nicht gemacht, weil wir uns eben sehr darauf konzentrieren, alles richtigzumachen für unseren Goldschatz. Nun ja, gelingt nicht immer, aber wir arbeiten dran.
Gestern Abend, als ich meinen beiden Männer (Martin und Charly) gute Nacht gesagt habe und Charly das Sicherheitsgeschirr ausgezogen habe (ganz vorsichtig, um ihn nicht zu erschrecken) hat er
nochmal gejault, als ich ihm das Kopfteil über sein Köpfchen ziehen musste. Das ging mir durch Mark und Bein und hallt immer noch nach. Ich fühlte ich grässlich. Ich habe dem Watz dann (er lag schon in Martins Bett zum Kuscheln und Schlafen) das Schlaflied „Vierzehn Englein“ vorgesungen, er hat fasziniert
zugehört … und mir kamen die Tränen. Meine (leider schon 2009 verstorbene) Mutter hat uns Kindern das Lied sehr oft beim Gute-Nacht-Sagen vorgesungen. Fast jeden Tag. Meine Mutter hätte unser
Engelchen geliebt, mit allen Fasern ihres großen (bedauerlicherweise kranken) Herzens.
Balkon, nein - nicht tot - nur total gechillt.
Übrigens: Er findet das Sicherheitsgeschirr so dermaßen zum Kotzen, dass wir es ihm
am Wochenende ausgezogen haben, wenn wir zuhause waren. Das entspannt ihn ganz
wunderbar. Kein Gekratze mehr, keine Fluchten mehr vor unseren Füßen weg. Kaum ist es ausgezogen, ist er glücklich. Wir testen das noch. Nachtschlaf in Martins Bett läuft sehr entspannt, total
wundervoll schläft er durch, bisher ohne jegliches Problem.
(Und seit gestern Nacht schläft er „nackig“ - also sogar ohne Halsband.)
So, erstmal genug geschwärmt. Ich danke Ihnen für Ihre liebe SMS und … wir bleiben
in Verbindung.
Ich wünsche Ihnen eine schöne und möglichst stressfreie Woche.
Bis bald und ganz liebe Grüße
von Charly, Susanne und Martin V.
3. August 2025
Es ist ein Traum mit Seal (jetzt Charly - darauf reagiert er viel besser als auf Seal. Hatte die Pflegestelle vorgeschlagen und auch schon so gemacht). Die erste Nacht hat er zusammen mit Martin im Bett tief und fest durchgeschlafen. Es ist spürbar, dass er unbedingt alles richtig machen will und wir loben ihn viel und ausgiebig. Er ist unglaublich kuschelig, sucht immer wieder unsere Nähe zum Streicheln und Liebhaben. Sogar erste Bettelversuche am Tisch brauchten wir nur kurz konsequent verneinen und schon gab er Ruhe. Man kann ihm beim Lernen zugucken. Beim Gassigehen im Feld wird er sichtbar sicherer, strolcht schon gut vor uns her und ist zeitweise wild am Wedeln
TOLL - das ist genau das richtige Wort. Gestern hat Charly seine kindliche Seite gezeigt und begonnen, herzerweichend zart mit uns zu spielen: Ein kleines Bällchen (ein Knotenbällchen von „Fressnapf“) wird hüpfend und lachend verfolgt und gleich mit aufs Sofa genommen. Nach dem Vormittags-Spaziergang im Regen hat er begeistert mit dem Hundehandtuch (zum Abtrocknen) gerungen und den Akt mit Schmuseattacken auf dem Sofa verbunden. Er ist unser Goldstück geworden. Bis bald und Ihnen einen schönen Sonntag.
31. Juli 2025
Seal wurde heute auf seiner Pflegestelle abgeholt und ist in sein neues Zuhause gezogen.
27. Juli 2025
4. - 5. Juni 2025
Seal ist ein wundervoller Charakter. Nachdem er alles, Gras - Garten - Haus - die Meute und uns alle kennengelernt hat, ist er ein kleiner Freukeks. Er lernt schnell und möchte einfach nur gefallen. Ein sanftes Wesen, so wie sein Erscheinungsbild.
Seit 12. April wohne ich nun nach der langen Reise von Bulgarien in einem tollen Pflegezuhause mit vielen Hundekumpels. Klein und groß. Das ist echt cool.
Im Haushalt finde ich mich sehr gut zurecht. Staubsauger und Co. machen mir keine Angst. Gewitter interessiert mich auch nicht. Ich bin kein Draufgänger, muss ich hier auch nicht sein. Hier sind wir alle wie Brüder und Schwestern.
In meinem eigenen neuen Zuhause wäre ein souveräner Hundekumpel cool. Spazieren finde ich auch klasse, da gibt es ja immer soooooo viel Neues für mich. Meine Pflegeeltern passen immer gut auf, wie ich mich verhalte. Wenn irgendwas spooky ist, gehen wir immer wieder mal hin, damit ich sehe - oh passiert ja nix. Meist pinkelt einer der anderen darauf. Wenn man es anpinkeln kann, ist es nicht schlimm. :)
Bei uns gibt es keinen Futterneid, jeder hat seinen Napf und alle warten bis man fertig ist und dann guckt man ggf. nochmal nach, ob irgendwer was übrig gelassen hat. Sicher ist sicher. Ihr wisst schon. Wenn die Pflegemutti von zu Hause arbeitet, dann liegen wir alle zur mentalen Unterstützung im Büro. Da weiß ich auch, ich bin leise. Ich benehme ich auch super im Haus, sagt sie. Abends schlafe ich wie alle anderen auch im Schlafzimmer in meinem Körbchen.
In den ersten Wochen waren fremde Menschen erstmal komisch. Aber jetzt springe ich über meinen Schatten und komme schon mal schauen, ob es was Leckeres gibt oder ich gestreichelt werde. Sind ja ganz ok.
Stubenrein bin hier auch. Ich fahre gerne Auto, ich kuschele sehr gerne und kann mich wunderbar im Haus entspannen. Im neuen Zuhause sollte ich nur Zeit bekommen mich einzufinden. Neue Umgebung, neue Gerüche, neue Menschen, (vielleicht) neue Hunde, das ist erst einmal viel für mich.
Willst Du mich kennenlernen? Dann melde Dich. Ich freue mich und sag schon mal Wuff.
2. Mai 2025
23. April 2025
Seal zeigt sich von seiner kreativsten Seite!
Als ich heute Vormittag im Büro war, hat er sich aus den Decken aus den Körbchen ein eigenes Nest gebaut und er hat die Trinknäpfe aus dem Flur, samt Unterleger auch ins Homeoffice Büro gebracht!
22. April 2025
Seal läuft toll im Alltag mit. Natürlich sind einige Sachen spuki für ihn, aber im Großen und Ganzen bin ich sehr beeindruckt, was er in dieser ersten Woche alles gelernt hat, er hilft sogar im Garten beim Umgraben mit.
Seal liegt jetzt auch im Körbchen - im Büro, am Sofa, im Schlafzimmer. 😴
14. - 16. April 2025
Seal wurde auf seiner Pflegestelle freundlich begrüßt und teilt nun sein Zuhause auf Zeit mit vielen weiteren Hunden. Er ist ein super lieber Kerl und will von Anfang an überall mit dabei sein. Etwas unsicher, aber die Neugier und die Gruppe ist stärker als alles andere.
Seal hat sich sogar schon beschwert. Als er sich ausruhen sollte nach dem langen Transport und der Ankunft wurde gemeckert. Er wollte zu den anderen, da lag er lieber mittendrin und hat geschlafen.
Gestern und heute wurde schon gespielt und zum Spielen aufgefordert.
Heute Nacht hat er mit im Schlafzimmer geschlafen, gestern im Wohnzimmer, Körbchen ist noch nicht so ganz angekommen bei ihm, aber ein Teppich ist eben auch super gemütlich.
Bei uns ist er tatsächlich vom ersten Tag an stubenrein.
Wir ignorieren viel und lassen ihn von sich aus kommen. Er schaut sich viel von den anderen ab, ist natürlich sehr beeindruckt und dementsprechend müde von den vielen Eindrücken in diesen ersten Tagen.
12. - 13. April 2025
11. April 2025
Seal hatte großes Glück, denn er durfte heute die Reise nach Deutschland in eine Pflegestelle antreten! Dort kann er erst einmal ankommen und sich an das Leben in einem Haushalt gewöhnen.
10. April 2025
Seal ist so ein feines Kerlchen! Er ist sehr lieb, dabei aber noch schüchtern und sehr bescheiden.
Wenn er einen Menschen noch nicht kennt, zeigt er sich anfangs noch unsicher und ziemlich zurückhaltend. Er geht nicht sofort auf jeden zu und lässt sich nicht gleich von Fremden einfangen. Er legt erst einmal den Rückwärtsgang ein und läuft von ihm unbekannten Menschen davon. Wenn man ihn aber öfter in seinem Auslauf besucht und er versteht, dass man ihm nichts Böses möchte, öffnet er sich langsam. Er nimmt dann auch gern Leckerli aus der Hand.
Wir sehen Seal eher in einem ruhigen Haushalt in einer ländlichen Gegend. Ein turbulenter Haushalt in einem städtischen Umfeld könnte ihn überfordern.
Mit seinen Artgenossen ist er super sozialisiert und versteht sich mit allen Hunden in seinem Auslauf gut. Er ist gechipt, geimpft und kastriert – und wird in Kürze auf eine Pflegestelle ausreisen, auf der er dann kennengelernt werden kann!
18. Februar 2025
16. - 17. Februar 2025
12. - 15. Februar 2025
25. Oktober 2024
Und „Platsch“ – da ist der Hund im Wasser. Leider ist gerade kein Teich, See oder Meer vorhanden, aber immerhin eine Pfütze. Egal, auch eine Pfütze wird gerne mitgenommen. Bei seinem ersten Spaziergang an der Leine war keine Pfütze vor ihm sicher.
Halten wir fest: Der Name „Seal“ passt hier wie die Faust aufs Auge, bedeutet er doch auch Seehund. Hier scheint ein großer Wasserfan auf sein endgültiges Zuhause zu warten.
Seal wurde ungefähr im März 2022 geboren und ist ca. 40 cm groß. Er kam ins Tierheim Schumen, da ein netter Bürger eingegriffen hat: Sein Nachbar ist ins Ausland gegangen und tja, wohin mit dem Hund? Das hat diesen Menschen wohl leider nicht interessiert, denn er hat Seal vor seiner Abreise einfach auf die Straße gesetzt. Zum Glück gibt es noch Menschen mit Herz. Der Nachbar ist eingeschritten, hat Seal aufgesammelt und ins Tierheim gebracht. Dort musste Seal erst einmal aufgepäppelt werden, denn sein Zustand war nicht gut. Dünn und abgemagert kam er zu uns.
Leider hat Seal wohl bisher nur als ungeliebtes Tier auf dem Hof gelebt – das tut aber seinem sozialen und freundlichen Verhalten keinen Abbruch. Er ist sehr offen, mag Menschen sehr und sucht aktiv die Nähe zum Menschen. Benni kann ein Lied davon singen. Als er im September 2024 ehrenamtlich vor Ort war, hat er direkt Küsschen geschlabbert bekommen. Aber nicht nur Menschen ist Seal sehr zugetan, auch mit anderen Hunden geht er sehr lieb um und ist ziemlich verspielt.
Beim Spaziergang an der Leine schien es uns, als ob er ein wenig unrund läuft oder vom Körperbau her etwas „schief“ ist. Röntgenologisch war allerdings in Bulgarien kein Befund zu sehen. In 61118 Bad Vilbel kann Seal gerne unserem Tierarzt vorgestellt werden: die Kosten übernimmt Grund zur Hoffnung e.V. Voraussetzung ist hier lediglich die eigene Anfahrt.
Seal scheint ein wenig Beagle und ein wenig Cocker Spaniel zu sein. Auf jeden Fall wird seine große Nase sehr stark zum Schnüffeln eingesetzt. Sicherlich kann hier eine aktive Mitarbeit seiner Menschen zum Mantrailing, Suchspielen oder Geruchsdifferenzierung nicht schaden. Dies fördert neben der Auslastung des Kopfes ja auch wunderbar das Zusammenfinden und -bleiben zwischen Hund und Mensch und ist daher immer empfehlenswert. Ein gewisser Jagdtrieb wird höchstwahrscheinlich vorhanden sein – naja, wenn kein Wasser in der Nähe ist, vielleicht.
Seal kennt wie alle unsere Hunde erst mal nichts, also kein Zuhause bei Menschen. Sein Leben als Hofhund ist nun definitiv vorbei und er ist bereit für ein neues Leben. Er scheint ein intelligentes Kerlchen zu sein und wird sicher schnell alles Notwendige lernen. Seine Offenheit und seine Liebe zum Menschen wird ihn dabei bestimmt unterstützen.
Die kleine Wasserratte kommt gechipt, geimpft und kastriert in ein neues zu Hause; Wasserspaß inklusive!
27. September 2024
19. September 2024
15. September 2024
2. August 2024