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Amaya hat sich heute auf die lange Reise nach Deutschland gemacht, wo endlich der schöne Teil ihres Lebens beginnen wird. Die Zeit in ihrem Geburtsland und im Tierheim gehören nun der Vergangenheit an.
21. April 2026
11. Februar 2026
Es tut jedes Mal im Herzen weh, Updates über Hunde schreiben zu müssen, die von klein auf im Tierheim leben – und immer noch dort sind. Amaya ist eine von ihnen.
So schön es für Interessierte sein mag, ihre Geschichte anhand von Fotos und Videos nachzuverfolgen, so schwer ist es für uns, die ersten Bilder von ihr als winzigem Welpen anzusehen und zu wissen: Sie sitzt immer noch im Tierheim. Drei Jahre später. So hatte sich die sanfte Amaya ihr Leben als Junghund ganz sicher nicht vorgestellt. Und auch wenn sie nichts anderes kennt als den Alltag im Tierheim, spürt sie sehr genau, dass das nicht alles gewesen sein kann.
Amaya wurde etwa Ende Dezember 2022 geboren, mitten im Winter, in einem der kältesten Monate in Bulgarien. Für ihre Mutter und die Welpen war das eine harte Zeit. Im März 2023 kam Amaya gemeinsam mit ihrem Bruder Aro ins Tierheim in Schumen. Vor kurzem ist sie drei Jahre alt geworden und lebt damit fast ihr ganzes Leben hinter Gittern. Drei Jahre sind eine unglaublich lange Zeit, besonders für einen Hund. Und ehrlich gesagt können wir selbst kaum glauben, dass sie immer noch wartet. Trotz allem möchten wir nach vorne schauen und hoffen sehr, dass Amaya durch dieses Update endlich gesehen wird.
Amaya ist die schüchternere der beiden Geschwister. Deshalb suchen wir ganz bewusst einfühlsame Menschen mit einem guten Gespür für sensible Hunde: Menschen, die ruhig, souverän und klar führen können. Gerade bei unsicheren Hunden ist das enorm wichtig. Denn gut gemeintes Trösten oder beschwichtigendes Zureden verstärken ihre Angst anstatt sie zu nehmen.
Wenn wir ihren Auslauf betreten, kommt Amaya nicht von selbst auf uns zu. Sie beobachtet erst einmal aus der Distanz, tastet sich innerlich an die Situation heran. Möchten wir sie an der Leine mit vor das Tierheim nehmen, muss sie noch eingefangen werden – doch sie lässt alles brav und ruhig über sich ergehen. An der Leine laufen kann sie bisher noch nicht wirklich, dafür ist sie noch zu ängstlich. Und wer kann es ihr verdenken: Es fehlt im Tierheim schlicht die Zeit, solche Dinge regelmäßig zu üben.
Was sie aber schon sehr gut kann: Nähe zulassen, wenn sie etwas Vertrauen gefasst hat. Sie ließ sich beim Spaziergang draußen gern streicheln und schien diesen Moment auch zu genießen.
Amaya ist mit anderen Hunden aufgewachsen und lebt seit jeher in einer Hundegruppe. Sie ist sehr sozial verträglich, nimmt eher eine untergeordnete Rolle ein und kann dadurch leider auch schnell zum Mobbing-Opfer werden. Gerade deshalb wünschen wir ihr auch so sehr, dass sie bald das große Los zieht und ausreisen darf.
Besonders deutlich wird ihr sanfter Charakter, wenn unsere Zlatina im Auslauf ist. Amaya zeigt sich dann sehr neugierig, bleibt aber im Hintergrund. Sie lässt den fröhlich nach vorne stürmenden Hunden immer den Vortritt und steht in der zweiten Reihe. Eigentlich möchte sie näher kommen, ein paar Streicheleinheiten abbekommen, doch dann verlässt sie der Mut.
Was wir uns für Amaya wünschen, ist kein schnelles Glück, denn sie wird vermutlich am Anfang Zeit brauchen um anzukommen. Keine Erwartungen, die sie erfüllen muss. Dafür aber souveräne, ruhige Menschen, die ihr Sicherheit geben können.
Ein ländliches Umfeld, ein ruhiges, kinderloses Zuhause, alles andere würde sie überfordern.
Menschen mit Zeit, Geduld und der Bereitschaft, Amaya in ihrem Tempo ankommen zu lassen. Sie wird viel Zeit brauchen und nicht „einfach so mitlaufen“. Ein freundlicher, souveräner Ersthund könnte ihr den Einstieg in ihr neues, spannendes Leben erleichtern, ist aber keine Voraussetzung.
Amaya ist gechipt, geimpft, kastriert – und mehr als bereit, nach über 1130 Tagen und Nächten dem Tierheim in Bulgarien endlich für immer den Rücken zu kehren. Was ihr jetzt noch fehlt, ist jemand, der sie sieht!
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Finden Sie nicht auch, dass Amaya bildhübsch ist? Wir finden, sie sticht aufgrund ihrer besonderen Optik sofort ins Auge. Die wolfsgraue, junge Hündin wurde geschätzt im Dezember 2022 geboren. Sie kam als kleines, hilfloses Würmchen im März 2023 zusammen mit ihrem Bruder Aro ins Tierheim in Schumen. Die beiden wurden von tierlieben Schumener Bürgern auf der Straße gefunden und gerettet, indem sie nicht weggeschaut und sie ins Tierheim gebracht haben.
Bei unserem Aufenthalt im Juli war Amaya gerade 47/48 cm groß und hatte den Zahnwechsel gerade abgeschlossen. Schön waren ihre ersten Lebensmonate nicht, ein Tierheim ist einfach kein guter Ort für Welpen, die in einer Wohnung mit engem Familienanschluss aufwachsen und viele verschiedene Erfahrungen machen sollten. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass Amaya noch ängstlich ist und alles Neue ihr erst einmal unheimlich ist.
Mit Hunden wie Amaya muss man behutsam umgehen und das richtige Maß an Schonen und Fordern finden. Man darf nicht zu viel von den Hunden verlangen, soll ihnen aber in den richtigen Momenten Sicherheit vermitteln und sie auch in kleinen Situationen herausfordern. Das A und O sind hier aber auch Zeit und Geduld, denn Amaya wird sich in ihrem Tempo entwickeln – und dafür wird sie Zeit brauchen.
Vor uns Menschen weicht sie noch zurück, lässt uns sie aber ohne Schwierigkeiten einfangen oder auf den Arm nehmen. Bei unserem ersten Versuch, sie an der Leine mit vor das Tierheim zu nehmen, zeigte sie sich völlig überfordert. An Laufen war noch nicht zu denken, aber sie blieb ruhig sitzen und nahm die Umgebung wahr, wenn auch angespannt. Mehr können wir von den Hunden noch nicht verlangen, wenn sie das erste Mal ihre kleine, sichere Umgebung verlassen.
Amaya ist dafür umso besser mit ihren Artgenossen sozialisiert, mit denen sie von klein auf zusammenlebt. Ein netter Ersthund dürfte folglich gern in ihrem neuen Zuhause leben. Hinsichtlich des Zuhauses sehen wir sie auf jeden Fall auf dem Land und in einem ruhigen Haushalt ohne kleine Kinder. Interessenten sollten Erfahrung mit ängstlichen Hunden mitbringen und idealerweise über einen kleinen Garten verfügen, da wir davon ausgehen müssen, dass Amaya in der Anfangszeit noch nicht an der Leine laufen wird. Aber auch im Garten gilt es immer, die Hunde zu sichern.
Amaya kennt noch nichts außer dem Leben im Tierheim, d.h. der Umzug in einen Haushalt wird neu für sie sein und einige Herausforderungen bereithalten. Angefangen von der Stubenreinheit über fremde Geräusche wie Staubsauger, Spülmaschine oder Fernsehgerät, im Straßenverkehr hupende Autos, klingelnde Fahrradfahrer oder scheppernde Mülltonnen. Es wird das eine oder andere zu meistern geben, aber an der Seite ihrer geduldigen Menschen wird sie alles lernen.
Amaya ist gechipt, geimpft und wird in Kürze kastriert, sie wäre also allzeit bereit, ihrem alten Leben Adieu zu sagen und einen Neustart in Deutschland zu wagen!
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