Viktor (männl., geb. 2005) - lieb und (ehem. zurückhaltend) - ist richtig aufgeblüht

 

 

 

21. Juni 2018

 

Hallo liebes Eifelhof-Team,

 

endlich habe ich mal wieder Zeit euch zu schreiben.

 

Mir geht es so richtig gut. Da ich regelmäßig im Rhein schwimmen darf macht mir meine Arthrose kaum noch Probleme.

 

Mein Frauchen hat viel Geduld mit mir haben müssen, aber jetzt bin ich ein ausgeglichener und friedlicher Henry. Ja okay, mit meinen fast 14 Jahren bin ich nicht mehr der Jüngste, aber ich habe gelernt das ich den Menschen Vertrauen kann. Ja ich war ein schwieriger Fall, aber mein Mensch ist mir mit viel Liebe und Vertrauen begegnet.

 

Es gibt für mich nichts Schöneres, wenn der Besuch mich so richtig durchknuddelt. Die anderen Gassigänger, denen ich täglich begegne, sagen ich würde immer lachen... (Menschen halt).

 

Na ja Spielen ist nichts mehr für mich. Aber ich kann jetzt mit jeder hektischen Situation gut umgehen. Meine anfängliche Unsicherheit ist weg. Frauchen passt ja auf mich auf. Ich werde jetzt in meinen Garten gehen und mich noch etwas aufs Ohr legen.

 

Liebe Grüße

Henry

 

 

4. Juli 2017

 

Hallo liebes Team vom Eifelhof,

 

jetzt ist es schon ein ganzes Jahr her, seit ich eine neues Zuhause habe.

 

Es gab anfangs einige Turbulenzen, aber Frauchen hat fest an mich geglaubt, da sie wusste, dass ich ein großes Herz habe und nicht "böse" bin.   

Ich habe alles Neue aufgesaugt wie ein trockener Schwamm das Wasser.

Ich war sehr sehr territorial, ich hatte auch einen Hundetrainer (den ich zum Fressen gern hatte :-) ). Nach 3 Monaten hat dann Frauchen das Training abgebrochen. Ich habe Ihr gezeigt wie sie mir helfen konnte. Ich habe mich unter den Schreibtisch gelegt, wenn ich mich unsicher gefühlt habe. Frauchen hat verstanden.

 

Ich habe von ihr eine Hundebox bekommen, in die ich mich zurückziehen kann. Mit Besuch ist es noch ein wenig schwierig, aber auch hier zeigte ich ihr wie Frauchen helfen kann, damit ich mich nicht so aufrege. Ich beschütze immer noch mein Zuhause, aber wenn Frauchen sagt "Es ist gut", dann ist es gut. Dafür bin ich Hund und ja, ich darf auch bellen.

 

Ich bin jetzt ein sehr ausgeglichener, in sich ruhender Hund geworden. Meine 12 Jahre merkt man mir nicht an. Auf unseren täglichen Gassirunden bekomme ich auch schon mal ein Lob von anderen Gassigängern wie brav ich doch sei. Es hat lange gedauert bis ich frei laufen konnte, aber ich habe verstanden, dass mein Frauchen die Sache im Griff hat und auf mich aufpasst.

 

Ich bin glücklich, dass mir mein Frauchen eine Chance gegeben hat und das, obwohl ich sie doch am ersten Tag fast gebissen hätte.

 

Es grüßt euch Henry mit Frauchen

 

 

 

 

7. November 2016

 

Ein Fotogruß von Henry (ehem. Viktor) in buntem Herbstlaub.

 

 

 

 

30. Juni 2016

 

Viktor hat nun endlich sein Zuhause gefunden und durfte zu seiner neuen Familie ziehen!

 



29. November 2015


Viktor (jetzt Henry) befindet sich im Tierheim Eifelhof. Die Mitarbeiter schreiben folgendes über den lieben Rüden:


Victor gleich auf den ersten Blick ins Herz zu schließen, ist keine Kunst. Denn er gehört zu den Hunden, die einen unmittelbar berühren, weil sie diese unnachahmliche Mischung aus Bescheidenheit, Besonderheit und unerfüllter Lebensgeschichte in sich vereinen, die endlich nach einer Wende des Schicksals verlangt. Wer kann sich davor schon verschließen?

  

Victor trägt mittlerweile den ebenfalls sehr wohlklingenden Namen Henry, auf den er auch schon gut reagiert. Deshalb darf er ihn nun auch weiterhin behalten, zumal er sein neues Zuhause leider schon wieder hat verlassen müssen. Schweren Herzens hat verlassen müssen, was zweifelsohne sowohl für Henry als auch für seine Menschen gilt.

 

Wir waren so froh für Victor, äh Henry, als er schon so kurz nach seiner Ankunft bei uns sein Traumzuhause hat finden können. Alles schien perfekt, seine neuen Menschen suchten ganz bewusst nach einem schon etwas älteren und gereiften Hund und die Chemie zwischen Hund und Mensch stimmte auf Anhieb.

 

Rückblickend können wir nun sagen, dass die Chemie in dem Fall vielleicht sogar zu gut gestimmt hat, denn Henry hat sich schon nach kürzester Zeit dazu entschieden, seine neuen Menschen auf Gedeih und Verderb zu verteidigen - was ja eigentlich eine durchaus löbliche und erwünschte Eigenschaft ist.

 

Doch Henry hat es ein wenig zu gut gemeint in seinen Bemühungen, ebenso, wie seine neuen Menschen es mit ihm vielleicht ein wenig zu gut gemeint haben - im übertragenen Sinne, versteht sich. Henry ist das typische Beispiel für einen sehr eigenständigen Hund, der lange Zeit seines Lebens auf sich selber hat aufpassen müssen und in dieser Eigenschaft sehr schnell auf die Idee kommen kann, dass dies künftig für alle Lebewesen Gültigkeit haben könnte, die in seinem Dunstkreis weilen. Für einen Hund mit seiner Herkunft ein sehr naheliegender Entschluss, der sicherlich mehr als einmal nicht nur sein schieres Überleben sondern vielmehr auch das derer, die sich unter seiner Obhut befunden haben müssen, gesichert hat.

 

Für einen Hund, der seinen neuen Lebensmittelpunkt aber in einer Familie gefunden hat, die ein ganz normales gesellschaftliches Leben führt, keine gute Zukunftsentscheidung. Genaugenommen eine Entscheidung, die Henry selber zukünftig keinesfalls mehr so zu fällen hat. Indem man ihm von Anfang an ganz klar die Regeln vorgibt, die im Zusammenleben mit dem Menschen zu beachten sind.

 

Es ist nicht davon auszugehen, dass Henry in seinem Vorleben je in einem Haushalt gelebt hat. Bestenfalls hat er irgendwo als Hofhund gelebt und war für die Bewachung von Haus und Hof zuständig. Diesen Job wird er ganz sicher ganz hervorragend erfüllt haben, was seine neuen Menschen schon daran haben ausmachen können, wie gerne Henry sich draußen aufgehalten hat. Henry hat sich somit als ein sehr wachsamer und territorialer Hund entpuppt.

Es ist keinesfalls ungewöhnlich, dass die Hunde, die zu uns kommen bzw. die neu in eine Familie kommen, zunächst eine Art Beobachtungsposition einnehmen, die als relativ neutral einzustufen ist. Im Laufe der nächsten Wochen jedoch "tauen die Hunde auf" und zeigen immer mehr ihr ganzes eigenständiges Wesen.

 

So ist es auch für uns zunächst schwierig bis unmöglich, die Hunde ganz genau einschätzen zu können, so lange sie in der "Ankommens-Phase" sind. Genau darin aber hat Henry sich alias Victor zum Zeitpunkt seiner Vermittlung noch befunden, sodass auch wir zunächst nicht ausmachen konnten, dass Henry auf jeden Fall Menschen mit viel Hundeerfahrung und klarem Führungsanspruch benötigt. Zumal sich bei uns kaum die Situationen ergeben, die derlei Rückschlüsse zweifelsfrei zulassen würden, da bei uns nicht das ganz normale Alltagsleben einer Familie herrscht. Daher konnte wirklich niemand voraussehen, was sich dann peu a peu angebahnt hat - nämlich dass Henry immer mehr bestimmen wollte, wer zu Besuch kommen darf und wer nicht. Was wir jetzt wissen, ist, dass Henry Menschen braucht, die ihm vom ersten Augenblick an ganz klar vermitteln, dass sie als Zweibeiner jederzeit in der Lage sind, Entscheidungen zu fällen, nach denen er sich in jedem Fall zu richten hat.

Denn Henry hat es mit seiner Revierverteidigung ein wenig übertrieben. Seine neue Familie hat sich die Entscheidung, nicht mehr weiter mit ihm zusammenleben zu können, nicht leicht gemacht. Als sie erkannten, dass sie Henrys Verhalten nicht recht Einhalt zu gebieten vermochten, wurden zwei verschiedene Hundetrainer zu Rate gezogen in der Hoffnung, gute Lösungsansätze finden zu können.

 

Doch nach sorgfältiger Abwägung aller Gegebenheiten kam man schweren Herzens zu dem Entschluss, auf Dauer nicht die nötige Durchsetzungskraft zu haben, um Henry richtungsweisend und vor allen Dingen nachhaltig führen zu können. Henry braucht ganz klare und unmissverständliche Anweisungen, ebenso wie er ganz klar verinnerlichen muss, dass der Mensch der Rudelführer ist und er nur auf Aufforderung agieren darf. Nicht der Hund entscheidet, wer zu Besuch kommen darf - sondern es sollte immer der Mensch sein, dem diese Entscheidung obliegt!

Henry ist dabei keinesfalls ein "böser" oder gar aggressiver Hund - aber er ist ein sehr wachsamer und vor allen Dingen territorialer Hund, der im Zweifelsfall seine Menschen zu schützen weiß, erst recht, wenn er das Gefühl hat, dass er diese Entscheidung alleine fällen kann. Wer also in der Einöde lebt und ohnehin nicht gerne Besuch bekommt, wird mit Henry sofort ein Herz und eine Seele sein.

 

Jeder andere Interessent aber wird nun schlicht und ergreifend viel mit Henry arbeiten müssen, und zwar von der Pike auf und von der ersten Sekunde an. Es darf für Henry keinerlei "Schonfrist" oder wohlgemeinten "Tierschutzbonus" geben im Sinne von "er hat es ja so schwer gehabt, bevor er zu uns kam". Das kann ein Hund wie Henry nicht verstehen, denn er braucht klare Regeln und Strukturen. Sicherlich gibt es Hunde, denen man mit mehr Laissez-faire begegnen kann, doch bei dem charakterstarken Henry ist das nicht der Fall.

Es ist aber kein Buch mit sieben Siegeln, einem Hund nachhaltig zu erklären, was er darf und was er nicht darf - aber es ist ein ordentliches Stück Arbeit und es erfordert absolute Konsequenz - keinesfalls zu verwechseln mit Härte!!! Was einfach nicht jeder Mensch bewerkstelligen kann, weil es seiner Persönlichkeitsstruktur vielleicht gar nicht obliegt, mit so klaren Grenzen ständig arbeiten zu müssen. Denn ein selbstständig agierender Hund wie Henry wird auch nicht müde darin, zunächst ständig nachzufragen, ob das, was gestern galt, heute noch Bestand hat. Bleibt der Mensch bei seiner Linie, ist alles gut - verhält er sich aus Hundesicht aber nicht ganz eindeutig, sieht Henry sich darin bestätigt, den "Beschützerjob" sofort wieder zu übernehmen. Henry ist praktisch ein Bodyguard im Dauer-Stand-by-Modus, dem man ganz klar sagen muss, dass dies nicht vonnöten ist. Ganz nebenbei bemerkt, ist auf Dauer kein Hund so wirklich glücklich damit, ständig auf Hab-Acht sein zu müssen und es ist zudem auch ein sehr anstrengender Job, sodass die Hunde in der Regel mehr als erleichtert sind, wenn sich jemand anders - nämlich der Mensch - dazu bereit erklärt, das Oberhaupt des Rudels zu sein.

 

Indem er Henry beispielsweise zunächst ganz konkret seinen Liegeplatz im Haus zuweist, der keinesfalls so gelegen sein darf, dass der Hund alles kontrollieren kann. Indem er auch einfordert, dass Henry diesen Platz beibehält, sobald Besuch kommt - und zwar ohne Wenn und Aber. Das wäre schon mal die halbe Miete zur Umsetzung der neuen "Hausstandregeln". Denn genau darum geht es - einzig um das Verhalten innerhalb des Hauses bzw. auf dem Grundstück.

 

Denn - und jetzt kommen die ganzen Pluspunkte von Henry - er ist ein totaler Kuschelbär, wie wir ihn schon eingangs eingeschätzt haben. Er hat seine Menschen ohne Wenn und Aber ins Herz geschlossen und ihnen das absolute Vertrauen geschenkt. Er ist ein sehr in sich gefestigter Hund und er hat ein tadelloses Wesen, das von großer Loyalität geprägt ist. Er geht problemlos an der Leine und es ist ein Genuss, mit ihm spazieren zu gehen. Er hat innerhalb kürzester Zeit die Grundkommandos gelernt und ist extrem sozialverträglich mit seinen Artgenossen.

 

Seine Menschen wissen, was sie nun verloren haben und sind unendlich traurig, ihm nicht haben gerecht werden zu können. Dies zu erkennen und sich das auch offen einzugestehen - und dann im Sinne des Hundes zu entscheiden - ist eigentlich gar nicht hoch genug einzuschätzen!

 

Und dennoch blicken wir nun in die traurigen Augen von Henry, der überhaupt gar nicht verstehen kann, wieso er wieder bei uns gelandet ist. In seinen Augen hat er ja nicht das Geringste falsch gemacht, er hat vielmehr das getan, wozu er sich als vermeintlicher Rudelführer berufen fühlte - er hat für die Sicherheit des Rudels gesorgt, indem er danach getrachtet hat, vermeintliche Eindringlinge wieder zu vertreiben. Wir können es ihm leider nicht erklären, aber wir haben ihm fest versprochen, dass wir nun alles daran setzen werden, Menschen für ihn zu finden, die ihm mit liebevoller Konsequenz beibringen, dass sie selber ganz gut auf sich aufpassen können und dass Henry sehr gerne mit ihnen leben kann, dass er aber nicht ihren Alltag bestimmen darf.

 

In der Zwischenzeit geben wir uns alle Mühe, die Traurigkeit in seinem Blick ein wenig zu vertreiben, in dem festen Glauben daran, dass wir wieder nur eine Zwischenstation für ihn sein werden auf dem Weg zum endgültigen Zuhause. 

Victor hat den langen, beschwerlichen Weg von Bulgarien aus zu uns gefunden auf der Suche nach der Erfüllung seiner geheimen Träume. Er gehörte, wie so viele andere seiner Schicksalsgenossen, zu den immer wieder übersehenen und eher unscheinbaren Hunden, die mehr oder weniger in der Menge unterzugehen drohen und es einfach nie gelernt haben, sich ständig in den Vordergrund zu drängen. Dabei ist er von unverwechselbarem Aussehen, mit seinem verwegenen Steh- und Knickohr und seiner Schäferhundoptik im Eisbärenfell. Immer wieder aber musste er erleben, dass andere Hunde mit auf den Transport gingen, während er selber Jahr für Jahr, Winter für Winter, immer wieder zurückblieb und gewartet hat. Fragt sich nur, worauf. Victor hat vermutlich selber nicht mehr an eine Veränderung seiner Lebensumstände geglaubt.



Doch nun ist er da und wir können einfach nicht verstehen, wieso er immer übersehen wurde. Die ersten Tage war er deutlich abwartend und ein Stück weit in sich gekehrt, ganz so, als wolle er sich erst einmal in Ruhe überlegen, was es wohl auf sich haben würde mit dem neuen Leben. 

Doch plötzlich ging förmlich ein Ruck durch ihn und er hat sich dazu entschieden, dass es eine coole Sache sein könnte, nun in Deutschland zu sein und endlich das wahre Leben entdecken zu können. Andere Länder, andere Sitten, scheint er sich gedacht zu haben und als er das erste Mal durch den Auslauf getobt ist, eine Weite, die er bislang womöglich noch nie gekannt hat, vielleicht sogar das erste Mal grünes Gras und Erde unter den Pfoten hatte, hat es uns allen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Gerade ein schon etwas älterer Hund, der so offensichtliche Lebensfreude und Staunen über die kleinen Dinge des Alltags zeigt, berührt das Herz einmal mehr, denn es lässt ahnen, was er jahrelang so schmerzlich vermisst hat.

Ebenso aber lässt es ahnen, welch riesiges Maß an Anpassungsfähigkeit in einem älteren Hund steckt und es zeigt, dass die Fähigkeit, sich komplett neu zu orientieren und seinen Horizont zu erweitern, niemals endet. Das Wort Neu-gier bekommt bei Hunden wie Victor eine ganz andere Dimension. Denn es ist nicht nur alles neu für ihn, nein er scheint vielmehr geradezu eine bislang unbekannte Gier in sich zu entdecken, sich diesen Dingen zu öffnen und die Welt neu für sich zu entdecken.

 

Genau diese Chance wünschen wir uns nun für ihn, damit es ihm vergönnt ist, seinen goldenen Lebensherbst so zu verbringen, wie sich das wohl jeder Hund insgeheim wünscht: im Schoße einer liebevollen Familie, die stets um sein Wohlergehen besorgt ist und in der er ein vollwertiges Familienmitglied auf vier Pfoten sein kann. Im Gegenzug würde er sicherlich der Wächter über Haus und Hof sein, seine neu gewonnene Lebensfreude und seinen Charme überall versprühen und mit seinem kuscheligen Eisbärenfell alle großen und kleinen Hände zu ausgiebigen Schmuseeinheiten einladen.


Wir denken uns, dass Victor in seiner grundsätzlichen Gesetztheit auch durchaus ein Anfängerhund wäre, vorausgesetzt, seine neuen Menschen geben ihm die Gelegenheit, alle neuen Eindrücke zunächst einmal in Ruhe zu verarbeiten. Wir wissen nicht, ob Victor je in einer Familie gelebt hat und gehen eher davon aus, dass auch das Neuland für ihn sein wird. Gewiss wird er die neuen Regeln schnell lernen, dennoch kann es sein, dass ihn einige für uns alltäglich erscheinende Dinge zunächst irritieren oder vielleicht sogar ein wenig ängstigen, doch die Gelassenheit des fortgeschrittenen Alters wird ihn schnell erkennen lassen, dass es keinen Grund zur Besorgnis für ihn gibt.

 

Da Victor nicht gerade zu den kleinen, handlichen Hunden zählt, die man sich mal eben unter den Arm packen kann, sollte man bei ihm bedenken, dass ein ebenerdiges Zuhause oder eine Wohnung in Parterre für ihn von Vorteil wäre. Damit er auf lange Sicht nicht zu viele Treppen steigen muss. Noch geht das alles ganz wunderbar, aber im weiter fortgeschrittenen Alter könnte es ihm naturgemäß zunehmend Probleme bereiten. Insgesamt aber geht Victor noch sehr gerne und ausführlich spazieren und entdeckt auch auf diesem Weg, was ein Hund alles Schönes und Aufregendes erleben kann.

 

Innerhalb kürzester Zeit werden Sie sich gar nicht mehr vorstellen können, dass es eine Zeit "vor und ohne Victor" bei Ihnen gab - davon sind wir fest überzeugt! Ein Hund, der unter solchen Bedingungen plötzlich den "Hundehimmel auf Erden" gefunden hat, überrascht uns Menschen meist einmal mehr in fast allen Belangen. Nicht selten erreichen diese Hunde ein wahrhaft biblisches Alter, eben weil es sich für sie lohnt, an jedem weiteren Augenblick zu hängen. Sie holen alles nach, was ihnen zuvor so gemangelt hat und sie sind die dankbarsten Gefährten, die man sich nur vorstellen kann. Wer möchte alle diese wunderbaren Erlebnisse nun mit Victor teilen, indem er ihn zu seinem neuen vierbeinigen Begleiter macht? 

 


16. Oktober 2015


Viktor hatte Glück und musste nicht lange im Tierheim warten. Er wurde schon vermittelt!


 

19. September 2015

 

Viktor befindet sich im Tierheim Eifelhof. Dort können Sie Viktor persönlich kennenlernen.

Fotos sind vom Tierheim Eifelhof.

 

Das schreiben die Mitarbeiter des Tierheims Eifelhof über Viktor:

 

Victor gleich auf den ersten Blick ins Herz zu schließen, ist keine Kunst. Denn er gehört zu den Hunden, die einen unmittelbar berühren, weil sie diese unnachahmliche Mischung aus Bescheidenheit, Besonderheit und unerfüllter Lebensgeschichte in sich vereinen, die endlich nach einer Wende des Schicksals verlangt. Wer kann sich davor schon verschließen?

 

Victor hat den langen, beschwerlichen Weg von Bulgarien aus zu uns gefunden auf der Suche nach der Erfüllung seiner geheimen Träume. Er gehörte, wie so viele andere seiner Schicksalsgenossen, zu den immer wieder übersehenen und eher unscheinbaren Hunden, die mehr oder weniger in der Menge unterzugehen drohen und es einfach nie gelernt haben, sich ständig in den Vordergrund zu drängen. Dabei ist er von unverwechselbarem Aussehen, mit seinem verwegenen Steh- und Knickohr und seiner Schäferhundoptik im Eisbärenfell. Immer wieder aber musste er erleben, dass andere Hunde mit auf den Transport gingen, während er selber Jahr für Jahr, Winter für Winter, immer wieder zurückblieb und gewartet hat. Fragt sich nur, worauf. Victor hat vermutlich selber nicht mehr an eine Veränderung seiner Lebensumstände geglaubt.

 

Doch nun ist er da und wir können einfach nicht verstehen, wieso er immer übersehen wurde. Die ersten Tage war er deutlich abwartend und ein Stück weit in sich gekehrt, ganz so, als wolle er sich erst einmal in Ruhe überlegen, was es wohl auf sich haben würde mit dem neuen Leben. Doch plötzlich ging förmlich ein Ruck durch ihn und er hat sich dazu entschieden, dass es eine coole Sache sein könnte, nun in Deutschland zu sein und endlich das wahre Leben entdecken zu können. Andere Länder, andere Sitten, scheint er sich gedacht zu haben und als er das erste Mal durch den Auslauf getobt ist, eine Weite, die er bislang womöglich noch nie gekannt hat, vielleicht sogar das erste Mal grünes Gras und Erde unter den Pfoten hatte, hat es uns allen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Gerade ein schon etwas älterer Hund, der so offensichtliche Lebensfreude und Staunen über die kleinen Dinge des Alltags zeigt, berührt das Herz einmal mehr, denn es lässt ahnen, was er jahrelang so schmerzlich vermisst hat.

 

Ebenso aber lässt es ahnen, welch riesiges Maß an Anpassungsfähigkeit in einem älteren Hund steckt und es zeigt, dass die Fähigkeit, sich komplett neu zu orientieren und seinen Horizont zu erweitern, niemals endet. Das Wort Neu-gier bekommt bei Hunden wie Victor eine ganz andere Dimension. Denn es ist nicht nur alles neu für ihn, nein er scheint vielmehr geradezu eine bislang unbekannte Gier in sich zu entdecken, sich diesen Dingen zu öffnen und die Welt neu für sich zu entdecken.

 

Genau diese Chance wünschen wir uns nun für ihn, damit es ihm vergönnt ist, seinen goldenen Lebensherbst so zu verbringen, wie sich das wohl jeder Hund insgeheim wünscht: im Schoße einer liebevollen Familie, die stets um sein Wohlergehen besorgt ist und in der er ein vollwertiges Familienmitglied auf vier Pfoten sein kann. Im Gegenzug würde er sicherlich der Wächter über Haus und Hof sein, seine neu gewonnene Lebensfreude und seinen Charme überall versprühen und mit seinem kuscheligen Eisbärenfell alle großen und kleinen Hände zu ausgiebigen Schmuseeinheiten einladen.

 

Wir denken uns, dass Victor in seiner grundsätzlichen Gesetztheit auch durchaus ein Anfängerhund wäre, vorausgesetzt, seine neuen Menschen geben ihm die Gelegenheit, alle neuen Eindrücke zunächst einmal in Ruhe zu verarbeiten. Wir wissen nicht, ob Victor je in einer Familie gelebt hat und gehen eher davon aus, dass auch das Neuland für ihn sein wird. Gewiss wird er die neuen Regeln schnell lernen, dennoch kann es sein, dass ihn einige für uns alltäglich erscheinende Dinge zunächst irritieren oder vielleicht sogar ein wenig ängstigen, doch die Gelassenheit des fortgeschrittenen Alters wird ihn schnell erkennen lassen, dass es keinen Grund zur Besorgnis für ihn gibt.

 

Da Victor nicht gerade zu den kleinen, handlichen Hunden zählt, die man sich mal eben unter den Arm packen kann, sollte man bei ihm bedenken, dass ein ebenerdiges Zuhause oder eine Wohnung in Parterre für ihn von Vorteil wäre. Damit er auf lange Sicht nicht zu viele Treppen steigen muss. Noch geht das alles ganz wunderbar, aber im weiter fortgeschrittenen Alter könnte es ihm naturgemäß zunehmend Probleme bereiten. Insgesamt aber geht Victor noch sehr gerne und ausführlich spazieren und entdeckt auch auf diesem Weg, was ein Hund alles Schönes und Aufregendes erleben kann.

 

Innerhalb kürzester Zeit werden Sie sich gar nicht mehr vorstellen können, dass es eine Zeit "vor und ohne Victor" bei Ihnen gab - davon sind wir fest überzeugt! Ein Hund, der unter solchen Bedingungen plötzlich den "Hundehimmel auf Erden" gefunden hat, überrascht uns Menschen meist einmal mehr in fast allen Belangen. Nicht selten erreichen diese Hunde ein wahrhaft biblisches Alter, eben weil es sich für sie lohnt, an jedem weiteren Augenblick zu hängen. Sie holen alles nach, was ihnen zuvor so gemangelt hat und sie sind die dankbarsten Gefährten, die man sich nur vorstellen kann. Wer möchte alle diese wunderbaren Erlebnisse nun mit Victor teilen, indem er ihn zu seinem neuen vierbeinigen Begleiter macht?

 


August 2015




17. Juni 2015


Unser lieber Viktor gehört schon zu den Senioren. Er wurde etwa 2005 geboren. Das Traurige an seiner Geschichte ist, dass er bestimmt schon 7 Jahre im Tierheim verbringen muss.


Viktor ist noch etwas schüchtern, aber ein sehr süßer Rüde. Er lässt sich ohne Probleme auf den Arm nehmen und tragen. Viktor lässt sich auch gerne bürsten.

Trotz seines Alters ist er in guter körperlicher Verfassung.


Vor der Leine hat Viktor noch Angst. Aber durch etwas Übung wird er das bestimmt bald ablegen.


Wer erlöst Viktor und schenkt ihm noch ein paar schöne Jahre, in denen er noch einmal erfahren darf, was es heißt, in Geborgenheit zu leben?




Februar 2014


 

Hunde der Woche 

 

Taina (geb. ca. Februar 2015) ist eine knapp 54 cm große süße, bewegungsfreudige Hündin voller Energie! Ihr Wesen kann man als offen und freundlich beschreiben und auch mit ihren Artgenossen ist Taina gut sozialisiert.

Die junge Hündin ist gechipt, geimpft und kastriert und würde das Tierheim gerne verlassen und gegen eine Endstelle eintauschen!

 

Colin (geb. ca Juli 2014) ist ein hübscher, ganz lieber und bescheidener Rüde, der im Frühling 2017 ins Tierheim nach Schumen kam. Anfangs zeigte er sich als sehr ruhiger, ängstlicher Hund. 

Mittlerweile ist er richtig aufgetaut!

Colin ist gechipt, geimpft und kastriert und ist somit reisebereit – nur sein Ticket nach Deutschland in eine liebe Familie fehlt ihm noch zu seinem Glück!

 

 

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