Eddie (männl.,geb. Anfang Juli 2019) - einzigartig, einfühlsam, erheiternd

 

28. August 2019

 

Ich bin der EDDIE.

Ich habe noch 8 Geschwister, die sich auch noch hier vorstellen werden. Wir haben alle einen Namen mit E erhalten. E wie Ehrfurcht vor dem Leben, E wie Ehre für und Erinnerung an unsere getötete Hundemama.

 

Die Menschenmama sagt, dass ich der schönste Eddie auf der ganzen Welt bin mit meinem schwarzen Gesicht, dem hellen Strich über beiden Augen und den rotbraunen Schlappohren. Wenn ich renne, fliegen die Ohren ganz lustig hin und her.

 

Ich bin ein kleiner Schäferhundmischlingswelpe von etwa 7 Wochen. Als ich mit meinen 8 Geschwistern vor mehr als 3 Wochen zu meinen Menschen kam, passten wir alle in eine große Tasche. Die hatte die Menschenmama zum Glück dabei, als sie uns spontan aufsammelte. Sie hatte uns damals alle 9 mitgenommen, um uns in Sicherheit zu bringen und damit wir zusammen im Rudel aufwachsen können. Die Menschenmama sagt, dass das ganz wichtig für unsere Sozialisation ist. Es ist ja auch schön, dass ich so viele Geschwister zum Spielen habe.

 

In den letzten 3 Wochen hier bei unseren Menschen habe ich schon tüchtig zugenommen und bin gewachsen, was die Menschenmama sehr freut. Ich gebe mir auch viel Mühe dabei: Ich fresse ganz brav meine Schüssel leer und schlafe welpenmäßig viel und tobe fröhlich mit meinen Geschwistern durch den Garten.

 

Ich bin jetzt etwa 4 kg schwer und habe eine Schulterhöhe von 26 cm. Ich werde bestimmt ein großer Hund, jedenfalls wenn ich nach meiner Hundemama komme. Sie soll eine ganz liebe und schöne Schäferhündin gewesen sein.

Ich wurde schon 2x entwurmt und werde weiter alle 2 Wochen regelmäßig entwurmt. Wenn ich gesund bleibe, kann bei mir bald mit den Impfungen begonnen werden. Und dann?

 

Dann könnte ich im Alter von vier Monaten ins ferne Deutschland ausreisen. Die Menschenmama hat uns erzählt, dass es dort viele tierliebe Menschen gibt, die sich keinen Hund kaufen wollen, sondern einen Hund aus dem Tierschutz nehmen.

Vielleicht verliebt sich ja so ein Mensch oder eine Familie in mich, das fröhliche, liebebedürftige Hundebaby Eddie???

 

Ach, wie schön wäre das...

 

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5. August 2019

 

Wir sind 9 kleine Hundebabies, vermutlich fast 6 Wochen alt. 

Unsere Mama war eine Strassenhündin. Sie hat sich durchschlagen müssen auf den Straßen einer bulgarischen Kleinstadt. Als ihre Zeit kam, hat sie uns 12 (!) Hundebabies das Leben geschenkt und uns alle durchgebracht. Unsere Menschenmama ist voller Ehrfurcht vor der Liebe und der Leistung unserer Mama . Und umso mehr ist die Menschenmama  voller Entsetzen und Trauer vor dem, was dann geschah: unsere Mama wurde getötet. Warum??? Sie hat doch niemandem etwas getan. 
Wir blieben im Alter von etwa 3 Wochen allein und völlig hilflos zurück. Ganz junge Menschen haben sich um uns gekümmert, so gut es ging. Sie gaben uns zu fressen und beschützen uns am Tag und schenkten uns ihre Liebe. Sie haben uns 12 Winzlinge am Leben  gehalten. Unsere Menschenmama sagt, dass sie darüber so glücklich ist, dass das Mut macht. Und dass es überall gute Menschen gibt. 
Wir lebten in einem kleinen Hof neben einer Bäckerei, die Tür war nicht verschließbar und in der Nähe war eine Hauptstraße. In der Nacht waren wir allein, ungeschützt. Unsere jungen Beschützer hatten Angst, dass böse Leute uns etwas antun könnten. Und so suchten sie Menschen, die uns aufnehmen wollten. 3 von uns wurden adoptiert. Wir hoffen so sehr, dass es unseren 3 Geschwistern gut geht und dass sie nicht als Welpen schon an eine Kette gebunden ganz allein irgendeinen Hof bewachen sollen.
Unsere Menschenmama hörte dann von uns. Eigentlich konnte sie keine Tiere mehr aufnehmen. Der Hof von unserer Menschenfamilie ist nämlich übervoll. Aber als sie uns sah, konnte sie nicht anders und nahm uns mit. So sind wir jetzt in Sicherheit. Wir schlafen geschützt in einem abgeschlossenen Raum, am Tag sind wir in einem kleinen Garten, wir bekommen genug Futter ( auch wenn wir noch viel mehr fressen könnten). Und wir bekommen ganz viel Liebe. Auch die Ängstlichen unter uns haben in den 12 Tagen hier gelernt,  dass sie sich nicht vor einer Menschenhand ducken müssen. Im Gegenteil- wir alle lieben es, wenn unsere Menschen unsere Babybäuchlein streicheln. Da halten wir ganz still und geben höchstens ein paar Schmatzgeräusche von uns. 
Am Anfang hatte unsere Menschenmama große Angst, dass es einige von uns nicht schaffen werden. Unter uns sind 3 absolute Winzlinge,  sie waren sehr schwach und wollten nichts fressen. Die Menschenmama hat ganz viel versucht, nichts half. Bis sie uns Ziegenmilch gab. Da haben wir ganz gierig getrunken. Voller Freude sahen unsere Menschen zu, wie unsere dünnen Bäuchlein kugelrund wurden. Und so hat unser Menschenpapa ganz viel Ziegenmilch extra für uns gemolken. Unsere Menschen hatten selber nur wenig Milch für sich, aber sie freuten sich so sehr, dass wir tranken...
Wir sind noch lange nicht über den Berg, wir sind ja immer noch so klein.. Unsere Menschenmama betet jeden Tag, dass wir alle wachsen und gedeihen und am Leben bleiben. 
Vor 3 Tagen konnten wir das 1. Mal entwurmt werden. Das war gar nicht so lustig. Für uns nicht und für unsere Menschen auch nicht. Wir wurden nämlich gewogen und nach unserem Gewicht die Dosierung der Medizin berechnet. Die Kleinste von uns wiegt gerade mal 1.400 g. Und das, obwohl wir bestimmt schon um ein Drittel gewachsen sind. Der Größte,  unser Dicker, wiegt aber schon 3 kg. 
Wir waren sehr verwurmt. Unsere Mama hatte ja nie das Glück, dass sich ein Mensch um sie kümmert. 
Aber wir haben das Glück jetzt. Unsere Menschen werden uns regelmäßig entwurmen und wenn wir gesund bleiben, bekommen wir in ca. drei Wochen die erste Impfung.
Liebe Menschen, die Ihr das lest, bitte drückt uns die Daumen, dass wir es schaffen werden. Wir wollen so gerne leben.

 

Hunde der Woche 

 

Pippa (geb.ca.Aug.2018) sieht man ihr freundliches Wesen, aber auch ihre Zurückhaltung schon an der Nasenspitze an. Die Hündin liebt es gestreichelt zu werden und sehnt sich so sehr nach menschlicher Zuwendung von der es im Tierheim bei so vielen Hunden leider viel zu wenig gibt. Auch mit ihren Artgenossen zeigt sich Pippa super verträglich. Nur das ungewohnte Laufen an der Leine bereitet ihr noch Angst, aber wir sind uns sicher, dass auch das mit etwas Übung und Vertrauen bald kein Problem mehr sein wird.

Die süße Hündin ist gechipt, geimpft und kastriert und wartet nur noch auf geduldige Menschen, die mir ihr Schritt für Schritt die Welt erkunden möchten.

 

Johann (geb.ca. Mai 2019) hatte großes Glück. Er durfte seine Welpenzeit auf einer Pflegstelle in Bulgarien verbringen und musste sich nicht, wie viele andere Welpen, auf der Straße durchschlagen. Er konnte dort den Umgang mit seinen Artgenossen lernen und auch schon Kinder kennenlernen. Nun drängt aber die Zeit für den unkomplizierten und lieben Hundejungen, da die Pflegefamilie das Land verlässt.

Im Oktober könnte Johann ausreisen, denn er ist gechipt und die Impfungen sind bis dahin abgeschlossen. Es wäre schön für den kleinen Kerl, wenn er sein Köfferchen zur Ausreise und nicht nur zum Umzug ins Tierheim packen dürfte.

 

 

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