Joni (weibl., geb. ca. März 2019) - ist von Welpenalter an im Tierheim und macht langsam kleine Fortschritte

 

Joni hat eine Patin gefunden. Vielen Dank dafür!

 

3. Dezember 2020

 

Joni (geb. ca. März 2019) kam im Mai oder Juni 2019 schon als kleiner Welpe gemeinsam mit ihrer Schwester Joana ins Tierheim in Schumen. Über ihre Zeit, bevor sie ins Tierheim kamen und wo sie geboren wurden, ist uns leider nichts bekannt. Anfangs hatten beide Hautprobleme, die jedoch unter ärztlicher Behandlung und der sicherlich besseren Ernährung, als sie sie vorher hatten, bald ausgeheilt waren. Die Schwestern waren vielleicht 6 oder 8 Wochen alt. Für sehr junge Hunde ist das Leben im Tierheim gar nicht schön. Zunächst müssen sie isoliert gehalten werden, da sie keinen Impfschutz haben. Die Tierheimmitarbeiter versuchen die Welpen so vor Krankheiten zu schützen bis sie stabil genug sind um geimpft zu werden. 

 

Gerade für die sehr jungen Hunde ist es so wichtig, positive Kontakte zu Menschen zu haben, Vertrauen und Geborgenheit kennenzulernen und streichelnde Hände zu spüren. Manche Hunde nehmen es leichter und sie bleiben ein Stück weit offen für Neues. Wie ihre Schwester Joana gehört auch Joni leider nicht dazu.

 

Sie war von Anfang an extrem ängstlich, zog sich vor den Menschen zurück sobald man sich ihr näherte. So hat sie in der so wichtigen Prägephase keine oder nur sehr wenige Erfahrungen sammeln können, keine Impulse erfahren dürfen, die in einem Leben außerhalb des Tierheims alltäglich sind. 

 

Joni maß im März ca. 46 cm und entwickelte sich zu einer bildhübschen, wolfsfarbenen, schlanken Schönheit. Ihre ausdrucksstarken braunen Augen zeigen leider immer etwas Scheu, wenn sie merkt, dass die Kamera auf sie gerichtet ist. 

 

Im Frühjahr 2020, nun fast ein Jahr alt, haben wir Joni gefangen, um sie einmal mit nach draußen zu nehmen. Sie war panisch und extrem ängstlich, ließ aber alles über sich ergehen und schnappte auch nicht nach uns. Bei dem Versuch, sie mit Leine und Halsband vertraut zu machen, zeigte sie sich vollkommen überfordert, konnte kaum einen Schritt an der Leine laufen und musste erst einmal an einen etwas ruhigeren Ort getragen werden. Dort ließ sie zwar Berührungen zu, zeigte aber das ganze Repertoire an Beschwichtigungssignalen mit Kopf wegdrehen, Blinzeln, Maullecken und Ohren anlegen um zu signalisieren, dass ihr dies zu viel ist. Joni zeigt keinerlei Ansätze, sich der für sie ungemütlichen Situationen durch Aggression oder Abwehrschnappen zu entziehen und lässt wirklich alles friedlich über sich ergehen, aber sie war zu keinem Schritt zu bewegen und konnte die Umgebung vor lauter Angst wohl gar nicht wahrnehmen.

 

Leider ist im Tierheim Schumen mit etwa 200 Hunden nur selten Zeit, sich mit den einzelnen Hunden zu befassen. Beim Säubern der Gehege oder bei der Fütterung der Hunde holen sich die weniger scheuen Fellnasen ihre Streicheleinheiten. Es bleibt aber leider keine Zeit, gezielt mit einzelnen Hunden zu arbeiten und ihnen zu zeigen, das Streicheln und Nähe schön sein können. Dafür braucht es viel Zeit. 

 

Im Sommer, als einige Ehrenamtlich aus Deutschland sich diese Zeit einmal nehmen konnten, sahen wir winzige Fortschritte im Verhalten von Joni. Beim Betreten des Geheges war sie in der letzten Ecke verschwunden. Als Fenja jedoch eine Weile ruhig dort saß, wagten sich auch die scheueren Hunde etwas näher, darunter auch Joni. Sie kam vorsichtig angehuscht, schnupperte an der jungen Frau, sobald Fenja sich jedoch bewegte, wurde der Rückwärtsgang eingelegt. Aber wir werten dies als ersten Fortschritt, als freiwillige Annäherung an uns Menschen. Wir alle hoffen, dass wir darauf aufbauen können und irgendwann der Knoten auch bei Joni platzt. So mancher von den scheuen Hunden konnte so den Weg nach Deutschland in ein liebevolles Zuhause finden, auch nach Jahren der Zurückgezogenheit. 

 

Mit ihren Artgenossen ist Joni sehr sozial, denn sie hat die Hundekommunikation von der Pike auf gelernt. Sie spielt gerne mit den anderen Hunden in ihrem Gehege und zeigt sich dabei sehr bewegungsfreudig. Sie ist schon lange geimpft, gechipt und auch kastriert. 

 

Wenn Joni noch mehr von ihrer Scheu verliert, können wir auch wagen, ein Zuhause in Deutschland für sie zu suchen, dies muss aber bei Menschen sein, die viel Geduld haben, der jungen Hündin die Welt jenseits des Tierheims behutsam näher zu bringen

 

 

11. Juli 2020

 

 

16. April 2020

 

 

3. März 2020

 

 

29. Februar 2020

 

 

17. Juni 2019

 

 

 

"Notfelle" der Woche

 

DRINGEND!

Charlotte ist ein echtes Goldstück! Die liebe Hündin hat den ersten großen Schritt in ein tolles Hundeleben bereits gemeistert und lebt nun seit einigen Monaten auf einer Pflegestelle in Deutschland. Wir wünschen uns nun aber, dass das liebe Hundemädchen endlich ihr eigenes Für-Immer-Zuhause beziehen und bei erfahrenen Menschen so richtig ankommen darf.

 

Troll weiß noch nichts von seinem Glück, aber in wenigen Tagen darf sich der liebe Rüde auf den Weg nach Deutschland machen und den kalten Zwinger des Tierheims gegen ein kuscheliges Körbchen auf einer Pflegestelle tauschen. Wir wünschen uns, dass der fröhliche Hundejunge dort nicht lange warten muss und schnell entdeckt wird...

 

 

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