Mani (weibl., geb. ca. März 2022) - langbeiniges Supermodel und leider auch Mobbingopfer. Deshalb: einer unserer Notfälle.

 

 

Welpen sind süß! Welpen bringen sehr viel Freude ins Haus, sind gleichzeitig aber auch mit sehr viel Arbeit verbunden und fordern Adopanten sehr. 

 

Erfahrungsgemäß benötigen Welpen im Vergleich zu erwachsenen Hunden eine längere Zeit, stubenrein zu werden. Man muss sie liebevoll, aber konsequent erziehen und sie behutsam an viele Außenreize heranführen. Man darf die Arbeit mit Welpen und die Verantwortung diesen kleinen Hunden gegenüber nicht unterschätzen, weshalb wir Welpen nicht an Familien mit Säuglingen oder Kleinkindern vermitteln.  

 

Sie bekommen mit einem Welpen letztendlich ein weiteres „Kind“ ins Haus, dem man gerecht werden muss.

 

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18. November 2022

 

Seit genau vier Tagen ist Mani nun hier bei uns in der Pflegestelle und gibt sich von Anfang an uns gegenüber extrem aufgeschlossen, neugierig und liebesbedürftig.
Sie ist immer zur Stelle, wenn es ums Kuscheln geht und hat dabei keinerlei Berührungsängste. Mit dem Handtuch abgerubbelt zu werden ist für sie eher eine Wohltat als eine Pflichtausübung. Auch ihre erste Dusche hat sie schon hinter sich, welche sie souverän gemeistert hat. Hieraus ging sie als neuer Hund mit glänzendem Fell und wunderschönem Aussehen hervor.

 

Man könnte sie auch als kleinen Rohdiamanten bezeichnen, da sie noch viel zu lernen hat und trotzdem schon erkennen lässt, was für ein toller Hund in ihr steckt.

 

In den vier Tagen bei uns hat sie verstanden, dass sie ihr Geschäft draußen erledigen soll. Im Notfall klopft sie an die Terassentür um anzuzeigen, dass sie raus möchte. Sie muss dabei aber noch lernen ab und an etwas früher anzuklopfen, denn bis wir zur Tür gespurtet sind, war es in 1-2 Fällen schon zu spät. Wir gehen aber davon aus, dass sie das in den nächsten Tagen mühelos hinbekommen wird.

 

Das Geschäft selbst hat sie bis jetzt nur in unserem Garten erledigt. Das liegt daran, dass wir mit ihr erst drei Mal draußen in der großen weiten Welt waren. Mani hatte hier bisher keinerlei Erfahrungen, was man ihr deutlich anmerkt. Sie weiß nicht wie es sich anfühlt an der Leine gehalten zu werden. Sie kennt keine Autos, keine Fahrräder, keine Fußgänger, keine Katzen, aber auch keine fliegenden Blätter, keine Geräusche oder anderes. Eine völlig neue Welt ist zu entdecken.

 

Das führt dazu, dass die Spaziergänge sehr langsam und kurz sind. Mani ist nicht ängstlich, aber sehr verhalten und betrachtet alles ganz genau. Sobald etwas Neues auftaucht bleibt sie stehen und wartet ab, wie sich die Sache entwickelt. Erst danach geht es langsam und vorsichtig weiter, manchmal auch nur mit Hilfe von Leckerlis. Hier bedarf es noch viel Zeit und Geduld, um sie an die Welt zu gewöhnen.

Umso schöner ist es auf diesem Weg kleine Fortschritte zu sehen. Autos sind bereits jetzt nicht mehr so aufregend wie am Angang für sie und zwischendurch vergisst sie ihre Vorbehalte und läuft schwanzwedelnd einige Meter locker neben einem her, bis sie wieder merkt, dass die Leine da ist und stehenbleibt. Wieder zu Hause angekommen, ist sie völlig platt von den gesammelten Eindrücken und muss diese erstmal durch Schlaf verarbeiten.

 

Mit anderen Hunden hatte Mani bei den Spaziergängen noch keinen Kontakt. Mit unserem Hund Buddy (ehemals Bo) versteht sie sich aber gut. Am liebsten würde sie die ganze Zeit mit ihm kuscheln und spielen. Dabei ist sie schnell und agil, aber auch noch sehr ungestüm. Ganz wie es Hunde in dem Alter eben sind. Da sie auf uns ohne Übungen schon jetzt gut reagiert, sich problemlos abrufen lässt und immer Freude hat etwas mit uns zu machen, können wir uns sehr gut vorstellen, dass sie in der Hundeschule viel Spaß hätte und z.B. Agility Übungen sicher etwas für sie wären. Aktuell ist es dafür aber noch zu früh.

 

Ansonsten ist Mani bei uns zu Hause immer mittendrin. Sie findet erst Ruhe, wenn wir uns auch hinsetzen. Erfahrungsgemäß dauert es noch einige Zeit, bis sich das legt und sie vertrauensvoll abwarten kann. Aber auch hier sind wir zuversichtlich. Essen tut sie für ihr Leben gern, was es einfach macht, Dinge mit ihr zu üben. Inzwischen reagiert sie schon immer öfter auf das Wort "Sitz" und da sie noch etwas mehr Gewicht auf den Rippen vertragen kann, ist es nicht schlimm, wenn man ihr mal etwas mehr zu futtern gibt. Mit unseren Teenager Kids kommt Mani ebenfalls wunderbar klar und zeigt dabei schon jetzt ein hohes Maß an Toleranz und Geduld. Als Familienhund wäre sie wunderbar denkbar.

 

Alles in allem ist Mani in unseren Augen auf dem besten Weg sich von einer Raupe in einen Schmetterling zu verwandeln. Hierzu muss noch viel Zeit und Geduld aufgebracht werden, aber dann können wir uns Mani als blitzgescheiten, offenen, lebenslustigen aber auch freundlichen, familienbezogenen Hund vorstellen, mit dem man vieles, wenn nicht alles, anstellen kann.

 

Kleiner Nachtrag: Als hätte Mani gewusst, was zuvor über sie geschrieben wurde, zeigte sie beim Spaziergang plötzlich eine andere Seite von sich: "Irgendwie hat Mani sich anscheinend die Mut Hosen angezogen und ist gerade beim Spaziergang erstaunlicherweise relativ frei und entspannt neben uns hergelaufen".

 

 

14. November 2022

 

Mani hat in Buddy wohl einen Freund gefunden, an den sie sich anlehnen kann.

 

Sie kann auf ihrer Pflegestelle in 65375 Oestrich Winkel besucht werden.

 

 

 

 

 

11. November 2022

 

Unsere Mani hatte Glück. Sie musste zwar leider ihre ersten Lebensmonate im Tierheim verbringen, hat aber eine Pflegestelle gefunden und durfte heute die lange Reise nach Deutschland antreten.

 

23. Oktober 2022

 

Unsere edel und gleichzeitig traurig wirkende Mani, die ca. Ende März 2022 geboren wurde, musste auch am 11. Juni 2022 erfahren, was es heißt, in der Hundeklappe des Tierheims in Dobrich zu landen. Es war ganz sicher eine einschneidende Erfahrung für sie, aber immerhin wurde sie nicht auf der Straße ihrem Schicksal überlassen. Wir müssen uns das immer wieder schönreden, bzw. -schreiben. Noch schöner wäre es natürlich, wenn endlich unser kostenloses Kastrationsprogramm in aller Munde wäre. Wir tun alles dafür, aber für viele bulgarische Tierhalter ist ein kastrierter Hund immer noch "kein Hund mehr". Dieses Vorurteil gilt es endlich auszuräumen, denn Manis Stiefgeschwister, die vielleicht schon auf der Welt sind, und viele andere Welpen und Junghunde erleiden sonst das gleiche Schicksal.       

 

Mani war anfangs mit anderen Welpen in einem kleinen Bereich des Tierheims untergebracht, darf sich inzwischen jedoch im großen Bereich mit allen anderen Hunden bewegen. So richtig glücklich ist sie dort nicht, denn sie wird häufig von anderen Hunden gemobbt. Es gibt sie einfach, die Mobbingopfer. Mani gehört dazu und deshalb auch zu unseren Notfellchen. Je eher sie das Tierheim verlassen kann, umso besser. Ein Stinkstiefel reicht schon, der Mani nicht mag, und der andere animieren kann, sie zu ärgern. Das Prinzip kennen wir, es funktioniert häufig auch bei uns Zweibeinern, bekannt als "Gruppenzwang" oder "Gruppendynamik". Ein Opfer - viele Täter.     

 

Mani ist von sich aus aber sehr verträglich mit Artgenossen und zeigt eher defensives Verhalten. Ein souveräner Ersthund, der sie an die Pfote nimmt und ihr Selbstvertrauen vermitteln kann, wäre von Vorteil. Natürlich müssen auch die Zweibeiner souverän sein und gewillt, Mani durch sichere Führung und (anfangs) immer wiederkehrende Rituale in einen fröhlichen Hund zu verwandeln. Wir stehen zu jeder Zeit gerne mit Rat und Tat zur Seite. 

   

Aktuell hat Mani eine Schulterhöhe von 46 cm; nach oben ist noch ein wenig Luft. Sie ist recht schlaksig (auf gut deutsch: sie ist zu dünn) und es spricht nichts gegen eine Gewichtszunahme.

 

Mani kennt außer ihrer kleinen Tierheimwelt bisher nichts. Weder ein Leben im Haus noch ein Leben außerhalb mit Straßenverkehr und allem, was dazu gehört. Leider können unsere Mitarbeiter in Dobrich unsere Hunde auch nicht an Halsband/Geschirr und Leine gewöhnen, denn das Tierheim liegt an einer Schnellstraße und Spaziergänge sind dort nicht möglich. In all den Jahren unserer Tierschutzarbeit haben wir jedoch erfahren, dass mit "Geduld und Spucke" jeder von uns vermittelte Hund das auch gelernt hat und Spaziergänge sich zu einem highlight entwickelt haben. Gut geführte Hundeschulen tragen ebenso einen Teil dazu bei. Wir empfehlen immer, von Beginn an, den Besuch einer solchen, denn unabhängig von den Erfahrungen und dem Wissen, das man glaubt zu haben, lernt man immer wieder dazu. Jeder Hund ist ein Individuum und sollte nach seinen Talenten gefordert und gefördert werden. Was bei dem einen funktioniert, zeigt bei dem nächsten nicht unbedingt Erfolg.

 

Unser größter Wunsch, und sicher auch der von Mani, wäre der, dass sie noch vor dem kalten Winter ausreisen dürfte. Möchten Sie Mani dazu verhelfen, ein artgerechtes und vor allem glückliches Hundeleben zu führen? Dann melden Sie sich bei uns. Sie ist gechipt, geimpft, kastriert und wartet auf ihre große Chance.

 

Wenn Sie ein schönes Zuhause für unsere süße Mani haben, füllen Sie bitte unser Bewerbungsformular aus.

 

 

10. - 11. Oktober 2022

 

 

19. - 21. September 2022

 

 

13. August 2022

 

Wir suchen GANZ DRINGEND eine Pflegestelle oder Endstelle in einem katzenlosen Haushalt für unseren Nuts/Otis.

 

Die Katze leidet sehr unter ihm und zieht sich immer mehr zurück. Wer kann hier kurzfristig helfen?

 

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"Notfelle" der Woche

 

Lala war als Welpe ziemlich vorsichtig, hat sich aber toll entwickelt und geht jetzt von sich aus in Kontakt mit uns. Ihr größter Weihnachtswunsch ist ein eigenes, liebevolles Zuhause in ruhiger Wohngegend!

 

Fyna ist zu einem unserer Notfälle geworden, weil sie versucht, aus ihrem Auslauf zu klettern. Das ist in einem großen Tierheim sehr gefährlich. Wir hoffen, dass sie schnell ausreisen und das Leben in Deutschland kennenlernen darf! 

 

Katze Minu sucht ein neues Zuhause, da ihre Familie auswandern wird. Sie ist es gewohnt, Freigang zu haben und ist gern mit Herrchen, Frauchen und den Hunden kleine Runden Gassi mitgelaufen.

 

Spendenkonto

Grund zur Hoffnung e.V.

 

Sparkasse Oberhessen

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