Leslie (weibl., geb. ca. Anfang Juli 2017) - hat Mut gefasst und sich toll entwickelt...

 

15. April 2019

 

Hallo Frau Flückiger,

 

ich wollte noch mal ein bisschen was über die kleine Leslie berichten und wie sie so zurecht kommt. Wie ich Ihnen schon geschrieben hatte, ist sie Menschen gegenüber schüchterner als erwartet aber hier einmal im Detail.

 

Nach nur 4 Wochen ist Leslie komplett stubenrein, das hat sie wirklich schnell begriffen finden wir. Sie gibt nicht direkt Bescheid wenn sie muss, sondern verkneift es sich einfach bis es wieder raus geht. 

 

Womit wir auch schon beim Thema sind, denn Spaziergänge gefallen ihr ganz gut. Sie hat sich regelrecht zu einer kleinen Schnüffelkönigin entwickelt. Am liebsten ist Leslie einfach draußen – nach unserem Eindruck, denn da zeigt sie sich zwar vorsichtig aber kann zumindest etwas mehr aus sich rauskommen als in der Wohnung. 

 

Am Anfang hat sie sich stark an Hank orientiert und Spaziergänge mit ihr allein waren schwierig, weil sie plötzlich wieder ganz unsicher war. Mittlerweile ist das aber absolut kein Problem mehr. Ich gehe einmal am Tag mit ihr alleine raus und kann dann mit ihr in Ruhe etwas üben. Wenn es los geht ist sie erst sehr „verhuscht", nach kurzer Zeit taut sie aber ein bisschen auf und läuft manchmal wie ein kleines Pferdchen neben mir her. Total niedlich und ich würde mir wünschen, dass sie öfters ihre Ängste vergessen könnte und sich so zeigt. 

 

An anderen Hunden ist sie nach wie vor sehr interessiert, sobald uns einer entgegenkommt wird sie mutig und jeder wird freundlich begrüßt. Wir fangen jetzt an, mehr mit der Schleppleine zu trainieren, vielleicht traut sie sich dann auch mal zu toben - bislang ist das leider die ganz große Ausnahme und den Aufforderungen von Hank folgt sie kaum bis gar nicht und wenn, ist es aber auch nach nur zwei Minuten wieder vorbei. Hank hat es irgendwie „aufgegeben“ sie auffordern und animieren zu wollen. 

So aufgeschlossen sie sich auch bei den beiläufigen Begegnungen mit fremden Hunden zeigt, umso ängstlicher ist sie bei Menschen. 

 

Drinnen war es ihr zwar von Anfang an nicht so ganz geheuer, auch wenn sie die ersten Tage mehr und mehr die Wohnung erforschte, ist es mittlerweile sogar so, dass sie aus ihrem Versteck wenn überhaupt nur noch ganz vorsichtig raus geschlichen kommt, wenn sie die Leine hört. Ansonsten verkriecht sie sich lieber und sucht Ruhe und das bis auf die Spaziergänge 24 Stunden am Tag. Allenfalls wechselt sie spät abends in einen ca. 30 x 80 cm großen Platz zwischen Sofa und Heizung, wo sie den Kopf am liebsten zwischen den Vorhängen versteckt. Wenn es nach ihr ginge wäre sie gern unsichtbar hat man das Gefühl. Spätestens am frühen Morgen dann, wenn sich die ersten Lebenszeichen in der Wohnung regen, verschwindet sie auch schnell wieder in ihrer „Höhle" im Büro, wo sie vom Trubel weniger mitbekommt. 

 

Nichtsdestotrotz hat sie ab und an auch mal einen etwas mutigeren Tag, an dem sie nach einem Spaziergang auch noch etwas durch die Wohnung läuft, aber nur ganz vorsichtig und meist nicht länger als eine halbe Stunde. Sobald wir einen Schritt zu schnell machen oder ein Geräusch zu laut ist, ist sie ganz schnell wieder in ihrem „Versteck“ wo sie dann auch nicht mehr rauskommt. Das verstehen wir gar nicht, denn draußen macht sie ihre Sache schon recht gut - Autos oder Radfahrer z.B. interessieren sie gar nicht. 

 

Wir fragen uns woran es liegen könnte. Bei uns ist natürlich mit Baby und aufgedrehtem Hank einiges los, was ihr sicher nicht ganz geheuer ist. Deshalb sind wir der Meinung, dass es für Leslie wohl am besten wäre, wenn sie bei Menschen sein könnte, die einen etwas ruhigeren Alltag haben, so dass sie in ihrem Tempo auftauen kann und auf einen Schritt nach vorne durch einen "falschen Reiz“ nicht wieder drei Schritte zurück folgen. Bisher überwiegen in der Wohnung und uns gegenüber einfach ihre Ängste, was total schade ist, da sie so eine Süße ist, die man so gerne ausgiebig knuddeln möchte. Wenn sie in ihrem Körbchen liegt können wir uns ihr nähern und sie lässt sich auch problemlos anfassen. Trotzdem ist hier Feingefühl gefragt. Man merkt recht schnell, ob es ihr in dem Moment zuviel ist oder sie es genießen kann. Von allein würde sie aber den Kontakt nicht suchen. Manchmal hab ich den Eindruck, sie würde gern aber die Angst ist einfach zu groß wie es scheint. 

 

……...Wir hatten ein Treffen mit unserer Hundetrainerin, die sich ein wenig mit Leslie beschäftigt hat. Da sie auch eine Hundetagesstätte betreibt und dort auch regelmäßig Pflegehunde bis zur Vermittlung aufnimmt hat sie viel Erfahrung, auch mit besonders ängstlichen Hunden. Sie hatte unsere Vermutung bestätigt, dass Leslie wohl sehr gestresst scheint. Nach unseren Berichten war sie ebenfalls der Ansicht, dass Leslie ein wenig mehr Ruhe braucht und nicht so viel Aktion und Abwechslung, die sie bei uns geboten bekommt. Wir wollen für Leslie nur das Beste aber sie den ganzen Tag so verhuscht in der Ecke sitzen zu sehen ist wirklich nicht schön. Jemand der Zeit und Ruhe mitbringt wäre sicher genau richtig für die Süße…….

 

Ich hab einfach mal alles runter geschrieben. Wir werden weiter mit ihr arbeiten, vielleicht kriegen wir sie geknackt. Wenn es etwas Neues gibt, melden sie sich gern jederzeit. 

 

Liebe Grüße

 

Nadine F.

 

20. März 2019

 

Leslie ist zu Hause noch immer zurückhaltend und verkriecht sich nun wieder den ganzen Tag in einem neuen Versteck. An ihrem neuen Freund Hank liegt es nicht. Er hat sie sogar in sein Körbchen gelassen und fordert sie häufig zum Schmusen oder zum Toben auf. Wir lassen sie gewähren. Vielleicht muss sie "uns alle" noch ein Weilchen beobachten, um uns besser einschätzen zu können. 

Draußen macht Leslie kleine Fortschritte. Im Hundeauslauf gefällt es ihr sehr gut und Spaziergänge im Wald findet sie richtig toll. Mit anderen Hunden ist sie sehr offen, verträglich und tobt ausgelassen herum. 

 

 

11. März 2019

 

Hallo Frau Flückiger, hier noch mal ein Update von der wunderbaren Leslie. Nachdem sie sich am ersten Tag verständlicherweise sehr ängstlich gezeigt hat, können wir aber jetzt schon viel Positives berichten.

Leslie geht wunderbar an der Leine. Nachdem Hank ihr vorgemacht hat wie das richtig geht, läuft sie bei Fuß, als hätte sie nie etwas anderes gemacht.
Ich muss immer mal gucken, ob sie noch da ist, weil sie nicht ansatzweise zieht. Jetzt schon alles ganz entspannt also.
Da wir im ersten Stock wohnen, waren und sind die Treppen natürlich eine Herausforderung für sie. Heute morgen hat sie sich so niedlich gefreut, dass es wieder raus geht, dass sie in einem Schwung alle Stufen selbst gelaufen ist. Einmal runter und am Ende wieder hoch. Wir waren total stolz wie schnell sie lernt und ihre Ängste überwinden kann.
In die Wohnung machen kommt ihr komisch vor, deshalb versucht sie es zu vermeiden wenn es geht. Aber draußen fühlt sie sich wohl nicht sicher genug oder hat noch nicht den richtigen Platz dafür gefunden.
Aber auch das wird sie schnell lernen, da sind wir uns sicher.
In der Wohnung könnte sie nach wie vor etwas mutiger sein. Zu uns hat sie schon etwas Vertrauen aufgebaut und genießt es, ein wenig am Hals gekrault zu werden. Das mag sie am liebsten haben wir festgestellt. Wenn nur der eifersüchtige Hank sich auch mal entspannen könnte.
Wir finden die kleine Leslie wunderschön und freuen uns jetzt schon darauf, wenn sie noch etwas mehr auftaut und sich über ihr neues Leben freuen kann.

Liebe Grüße
Nadine F.

 

 

2. März 2019

 

Leslie durfte das Tierheim in Bulgarien endlich verlassen und wartet nun auf einer liebevollen Pflegestelle in Deutschland auf ihre eigene Für-Immer-Familie.

 

15. Februar 2019

 

 

5. Februar 2019

 

 

19. September 2018

 

 

25. Juni 2018

 

 

25. Mai 2018

 

 

01. April 2018

 

 

30. März 2018

 

 

28. März 2018

 

 

17. März 2018

 

 

30. Januar 2018

 

 

27. Januar 2018

 

Auch die kleine Leslie gehört zu unseren Junghunden im Tierheim in Schumen. Sie wurde ca. im Juli 2017 geboren und war im Oktober rund 35 cm groß. Leslie kam schon als Welpe ins Tierheim und ist noch sehr zurückhaltend.

 

Außerhalb des Tierheims zeigt sie sich noch sehr ängstlich und will auch noch nicht an der Leine laufen. Momentan lebt die kleine helle Hündin in einer Gruppe mit Junghunden zusammen und ist absolut sozialverträglich.

 

Sie wurde gerade kastriert und ist auch schon gechipt und geimpft.

 

Für Leslie suchen wir ruhige Menschen, die ihr Sicherheit vermitteln und mit Geduld die Welt zeigen. Gerne kann ein souveräner Ersthund bei der Erziehung mitwirken. Auch Paten wären schön.

 

Wenn Sie ein schönes Zuhause für die hübsche Leslie haben, füllen Sie bitte unser Bewerbungsformular aus.

 

 

2. November 2017

 

 

26. Oktober 2017

 

 

Hunde der Woche 

 

Tammo (geb.ca.Juni 2015) wird immer übersehen und ist nun zu unserem aktuellen NOTFALL geworden. Er ist so ein sanfter, freundlicher Rüde, der sich mit Artgenossen und Menschen gut versteht. Sogar Katzen dürfen mit ihm seine Hütte teilen. Leider muss Tammo seit kurzem wieder an der Kette leben, da er aus den Ausläufen klettert, um bei seinen Pflegern sein zu dürfen. Tammo wäre garantiert ein wunderbarer Freund und Begleter. Wer gibt ihm die Chance, die er sich seit vielen Jahren im Tierheim so wünscht?

 

Svea (geb.ca. Juli 2018)

ist ein freundliches Hundemädchen und liebt es mit ihren Hunde-kumpels durch den Auslauf zu flitzen. Sie versteht sich mit allen sehr gut und sucht ständig Kontakt. Bei Menschen ist sie noch etwas zurückhaltender, aber interessiert. Daher ist es umso wichtiger, dass Svea bald eine eigene Familie findet, in der sie mit viel Geduld die aufregende Welt außerhalb des Tierheims kennenlernen darf und ihr Hundeleben in vollen Zügen genießen lernt.

 

 

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