Elly (weibl., geb. Anfang Juli 2019) - ein ganz besonderes Hundemädchen

 

 

13. März 2020

 

 

 

Elly voll entspannt :-)

 

 

 

14. Dezember 2019

 

Elly hat es geschafft! Sie hat ihre ersten Lebensmonate auf einer liebevollen Pflegestelle in Bulgarien verbracht und musste nicht lange im Tierheim in Schumen warten.

Sie ist gestern gemeinsam mit einigen ihrer Geschwister aus Bulgarien ausgereist und den Weg in ein besseres Leben angetreten.

 

5. November 2019

 

Ich bin es, die Schmuse-Elly.

Ich wollte Euch nur ein kurzes Lebenszeichen von mir geben.

 

Mir geht es bei meiner Menschenmama ganz gut. Ich bin etwas ruhiger geworden, aber immer noch so verschmust.

Wenn die Menschenmama auf der Bank sitzt, springe ich hoch zu ihr und krabble auf ihren Schoß .Von dort betrachte ich das Geschehen um mich...

Eigentlich dürfen wir nicht hochspringen, aber bei mir schmilzt die Menschenmama immer wieder dahin, vor allem, wenn ich meine kleine nasse Schnauze in ihrem Arm verstecke.

Weil ich zu dünn bin und bei den Fütterungen von uns 12 Welpen oft von den Stärkeren verdrängt werde, füttert die Menschenmama mich ( und die Elfi und den Ellis) extra.

Sie macht sich nämlich Sorgen um mich, wie ich den Winter überstehe.

 

Vielleicht findet sich ja ein warmes, liebevolles Plätzchen im fernen, schönen Deutschland für mich, die verschmuste Elly?

                           Elly hat eine Nuss stibitzt ;-)                                   Die "E" und "L" Welpengruppe

 

10. Oktober 2019

 

Ich bin die ELLY.

Ich gehöre auch zu den 9 E-Welpen. Wir haben nämlich alle einen Namen mit E erhalten.

Vielleicht kennt Ihr ja schon meine Brüder EDDIE, ELLIS und ELVIS sowie meine Schwester EMMY, die sich hier bereits vorstellten.

Für die, die uns noch nicht kennen:

Wir sind neun Schäferhundmischlingswelpen von etwa 3 Monaten. Unsere Pflegemama- für uns ist es die Menschenmama - hat uns im Alter von 3 bis 4 Wochen von der Straße in einer bulgarischen Kleinstadt aufgelesen, um uns in Sicherheit zu bringen. Unsere Hundemama wurde getötet und wir so winzig allein auf der Straße - wir hätten nicht überleben können... Und so haben uns unsere Menschen auf ihrem Hof aufgenommen, obwohl eigentlich kein Platz mehr ist wegen der vielen Tiere hier.

...

In den letzten Wochen haben wir viel Vertrauen zu den Menschen aufgebaut und uns zu fröhlichen Hundekindern entwickelt.

 

Die Menschenmama sagt, dass ich ein ganz besonderes Hundemädchen bin, weil ich so fröhlich bin und ein sonniges Gemüt habe. Abends wenn die Hundemama sich zu uns auf die Decke setzt, rennen alle Geschwister zu ihr. Aber ich hab es raus: ich springe der Menschenmama auf den Schoß und dann in ihre Arme. So und da bleibe ich und lasse mir mein Bäuchlein streicheln. Wenn der Aku für die Streicheleinheiten aufgetankt ist, spiele ich und da geht die Post ab - so viel Energie habe ich. Die Menschenmama sagt, dass ich supergut zu einem fröhlichen und aktiven Menschen passen würde oder einer Familie, die sportlich ist und viel unternimmt.

Das verstehe ich nicht, wo soll ich hin??? Mir gefällt es doch hier. Dann nimmt mich die Menschenmama in ihre Arme und sagt mir, dass ich erst mal bei ihr bleibe, weil ich noch so klein bin und erst die 2. Impfung bekommen muss. Aber dann würde sie mich soooo gerne an tierliebe Menschen abgeben, die mich genau so lieb haben wie sie oder noch viel mehr. Die mir ein weiches Bettchen nur für mich allein geben, die ganz viel mit mir unternehmen, die mich in ihr Haus oder ihre Wohnung mitnehmen, weil ich zur Familie gehöre, die mich einfach ganz sehr lieb haben...

 

Also das klingt ja wirklich gut. An mir soll es nicht liegen. Ich bin fröhlich, lieb, munter, verschmust und sehr hübsch. Sagt die Menschenmama. Und deswegen hat sie auch Fotos von mir gemacht.

Ich wiege derzeit 9.200 g und bin 38 cm groß. Wahrscheinlich werde ich wie meine Schäferhundmama ein großer Hund.

Mit einem großen Herzen zu verschenken.

 

 

 

 

 

 

 

Das ist Antjes Handschuch nachdem die E-Welpen ihn bearbeitet haben. :-)

 

5. August 2019

 

Wir sind neun kleine Hundebabies, vermutlich fast 6 Wochen alt.

Unsere Mama war eine Straßenhündin. Sie hat sich durchschlagen müssen auf den Straßen einer bulgarischen Kleinstadt. Als ihre Zeit kam, hat sie uns 12 (!) Hundebabies das Leben geschenkt und uns alle durchgebracht. Unsere Menschenmama ist voller Ehrfurcht vor der Liebe und der Leistung unserer Mama. Und umso mehr ist die Menschenmama voller Entsetzen und Trauer vor dem, was dann geschah: unsere Mama wurde getötet. Warum??? Sie hat doch niemandem etwas getan.

 

Wir blieben im Alter von etwa 3 Wochen allein und völlig hilflos zurück. Ganz junge Menschen haben sich um uns gekümmert, so gut es ging. Sie gaben uns zu fressen und beschützen uns am Tag und schenkten uns ihre Liebe. Sie haben uns 12 Winzlinge am Leben gehalten. Unsere Menschenmama sagt, dass sie darüber so glücklich ist, dass das Mut macht. Und dass es überall gute Menschen gibt.

 

Wir lebten in einem kleinen Hof neben einer Bäckerei, die Tür war nicht verschließbar und in der Nähe war eine Hauptstraße. In der Nacht waren wir allein, ungeschützt. Unsere jungen Beschützer hatten Angst, dass böse Leute uns etwas antun könnten. Und so suchten sie Menschen, die uns aufnehmen wollten. Drei von uns wurden adoptiert. Wir hoffen so sehr, dass es unseren drei Geschwistern gut geht und dass sie nicht als Welpen schon an eine Kette gebunden ganz allein irgendeinen Hof bewachen sollen.

 

Unsere Menschenmama hörte dann von uns. Eigentlich konnte sie keine Tiere mehr aufnehmen. Der Hof von unserer Menschenfamilie ist nämlich übervoll. Aber als sie uns sah, konnte sie nicht anders und nahm uns mit. So sind wir jetzt in Sicherheit. Wir schlafen geschützt in einem abgeschlossenen Raum, am Tag sind wir in einem kleinen Garten, wir bekommen genug Futter (auch wenn wir noch viel mehr fressen könnten). Und wir bekommen ganz viel Liebe. Auch die Ängstlichen unter uns haben in den 12 Tagen hier gelernt, dass sie sich nicht vor einer Menschenhand ducken müssen. Im Gegenteil - wir alle lieben es, wenn unsere Menschen unsere Babybäuchlein streicheln. Da halten wir ganz still und geben höchstens ein paar Schmatzgeräusche von uns.

 

Am Anfang hatte unsere Menschenmama große Angst, dass es einige von uns nicht schaffen werden. Unter uns sind 3 absolute Winzlinge, sie waren sehr schwach und wollten nichts fressen. Die Menschenmama hat ganz viel versucht, nichts half. Bis sie uns Ziegenmilch gab. Da haben wir ganz gierig getrunken. Voller Freude sahen unsere Menschen zu, wie unsere dünnen Bäuchlein kugelrund wurden. Und so hat unser Menschenpapa ganz viel Ziegenmilch extra für uns gemolken. Unsere Menschen hatten selber nur wenig Milch für sich, aber sie freuten sich so sehr, dass wir tranken...

 

Wir sind noch lange nicht über den Berg, wir sind ja immer noch so klein. Unsere Menschenmama betet jeden Tag, dass wir alle wachsen und gedeihen und am Leben bleiben. 
Vor drei Tagen konnten wir das erste Mal entwurmt werden. Das war gar nicht so lustig. Für uns nicht und für unsere Menschen auch nicht. Wir wurden nämlich gewogen und nach unserem Gewicht die Dosierung der Medizin berechnet. Die Kleinste von uns wiegt gerade mal 1.400 g. Und das, obwohl wir bestimmt schon um ein Drittel gewachsen sind. Der Größte, unser Dicker, wiegt aber schon 3 kg. 
Wir waren sehr verwurmt. Unsere Mama hatte ja nie das Glück, dass sich ein Mensch um sie kümmert. Aber wir haben das Glück jetzt. Unsere Menschen werden uns regelmäßig entwurmen und wenn wir gesund bleiben, bekommen wir in ca. drei Wochen die erste Impfung.
Liebe Menschen, die Ihr das lest, bitte drückt uns die Daumen, dass wir es schaffen werden. Wir wollen so gerne leben.

 

 

"Notfelle" der Woche

 

DRINGEND Hitoshi hatte großes Glück. Im Juni durfte er nach Deutschland in sein erstes eigenes Zuhause reisen. Doch leider funktioniert es mit den vorhandenen Hunden nicht. Das kann auch daran liegen, dass der liebe Rüde starke Schmerzen hatte, denn wir fanden heraus, dass er an Spondylose leidet. Er ist somit zu einem Notfall geworden, der nun dringend ein Plätzchen sucht, an dem er zur Ruhe kommen und glücklich werden darf.

 

Merja blüht auf ihrer Pflegestelle so richtig auf. Die liebe Hündin hat schon einiges an Gewicht verloren, aber eine ganze Menge Lebensfreude und Aktivität dazugewonnen. Zu ihrem großen Glück fehlt ihr jetzt nur noch ihre eigene Familie, der Merja beweisen darf, was für eine treue und liebevolle Begleiterin sie ist.

 

 

 

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